Eiderstedt

22.Juni 2019, Eiderstedt: Noch mal Schilfrohrsänger und Blaukehlchen.

Nachdem es Ende Mai so schön war, die Blaukehlchen zu beobachten, gibt es hier noch einmal Fotos von den schönen und gesangsfreudigen Blaukehlchen. Zusätzlich zeigten sich noch einige Schilfrohrsänger, Feldlerchen, Kiebitze und Rohrammern, um nur die besonderen zu erwähnen.

Über die Feldlerchen habe ich mich sehr gefreut. Highlight ist aber das weibchenfarbige Blaukehlchen. Ich bin nicht sicher, ob es ein Weibchen ist oder ein Jungvogel, jedenfalls fehlt ihm die blaue Kehle.

Insgesamt sind es mindestend 5 Individuen, die sich auf einer Strecke von ca. einem Kilometer aufhalten und mich geradezu verspotten. Einer singt links von mir einer rechts und einer fliegt direkt vor mir über das Feld oder überquert die Strasse. Jedesmal, wenn ich denke, ok, alle haben mich bemerkt und verstecken sich, dann sitzt wieder einer singend auf dem Pfahl vor mir... oder hinter mir.

Und ein Schilfrohrsänger zeigt sich im warmen Abendlicht mit Futter im Schnabel.


25.Mai 2019, Eiderstedt: Schilfrohrsänger und Blaukehlchen.

Ein Blaukehlchen-Revier kenne ich in Eiderstedt, und dort ist auch sehr zuverlässig ein Schilforhsänger zu hören. Ich mache mich mit dem Fahrrad auf den Weg, leider ist es sehr windig und ich kann vor lauter Blätterrauschen und Windgeräuschen nicht sagen, ob das Revier besetzt ist. Weder Schilfrohrsänger noch Blaukehlchen lassen von sich hören. Aber beim zweiten Anlauf am nächsten Morgen erspähe ich plötzlich unerwartet ein Blaukehlchen. Es singt von einer kleinen Erhöhung aus. Allerdings verhalten. Lauter singen die Schilfrohrsänger, zwei von ihnen direkt neben mir. Ein Rohrsänger singt im Schilf des Grabens links von mir und einer im Busch rechts an der Strasse. Es wirkt fast wie ein Gesangswettbewerb.

Schilfrohrsänger singen nicht nur aus dem Schilf heraus, sondern auch sehr gern von Bäumen aus. 

Insgesamt sehe ich mindestens fünf verschiedene Blaukehlchen. Manchmal sehe ich sie auf dem Wirtschaftsweg, dort picken sie nach Insekten, manchmal höre ich sie singen und manchmal höre ich ihren Warnruf, der sich anhört wie einen Mischung aus Piepen und Schnalzen, ein wenig wie ein piepender elektrischer Weidezaun. Alle entdeckten Vögel sind Männchen und einige von ihnen haben Futter im Schnabel. Nachfolgend sind die verschiedenen Individuen abgebildet. Mich wundert, dass ich keine Weibchen sehe, ich muss noch mal nachforschen, ob sie nicht füttern. Eventuell sind es ja keine Küken, die versorgt werden, sondern das brütende Weibchen. Ich werde das mal versuchen nachzulesen.

Nebenbei melden sich Bluthänfling, Rohrammer, Schafstelze und Feldlerche zu Wort. Aber tatsächlich war der dominierende Vogel an dem Feldweg das Blaukehlchen. Das mag ich selber kaum glauben, wo ich doch in Hannover wohne und ans Steinhuder Meer fahren muss, wenn ich eines sehen möchte. Was dann doch nicht immer klappt.

Zum Schluss noch ein paar besondere Aufnahmen. Das Blaukehlchen neigt dazu, von Aussichtspunkten aus zu schauen. In der Marsch sind nicht so viele Bäume, da tut es auch mal sein Schild.