Aug.-Dez. 2018


Dezember 2018

31.12.2018: Am letzten Tag des Jahres geht es noch einmal an die Koldinger Teiche. Ich füge eine Karte ein, das hat auch den Vorteil, dass dadurch etwas Farbe auf die Seite kommt. Oft findet man zum Jahreswechsel im Gebiet der Koldinger Teiche Wasservögel, die sich aus anderen Gebieten vor dem Lärm hierhin zurückziehen.

An diesem Vormittag beobachten wir unter anderem viele Gänsesäger, zwei Spießenten, einige Schellenten, mehrere Haubentaucher, zwei Zwergtaucher, zwei Eisvögel, drei Wintergoldhähnchen, einige Schwanzmeisen, davon mindestens eine weissköpfig, sowie große Trupps von Wacholderdrosseln.

Das Licht ist nicht gut, und die Schwanzmeisen, vor allem aber die Godhähnchen, sind so flink unterwegs, dass ich sehr glücklich bin, überhaupt ein paar Fotos hinbekommen zu haben, auf einigen der Bilder sind die Vögel nur als verwischte Streifen zu sehen.

In Bezug auf die weissköpfige Schwanzmeise ( es waren mehr Schwanzmeisen dort, aber ich habe alle Aufmerksamkeit auf diese eine gelegt, um eine Bestimmung zu ermöglichen), waren wir unsicher, wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn es eine nordische wäre (caudatus). Zuhause schaue ich unter ornitho.de nach und finde , dass

Schwanzmeisen der Unterart caudatus der gängigen Bestimmungsliteratur nach folgende Merkmale aufweisen müssen:

rein weißer, d.h. „schneeweißer“ Kopf,
scharfe Begrenzung des schwarzen Nackens zum weißen Hinterkopf,
kein Brustband (auch keine Ansätze davon),
weißer Bauch mit ebenfalls weißen oder nur hell-rosafarben überhauchten Flanken,
weiße oder zumindest breit-weiß gerandete Schirmfedern.

Demnach haben wir einen Typ CE: caudatus-ähnlicher Vogel (z.B. weißköpfige Ind. mit einzelnen schwarzen Federn am Kopf).


30.12.2018 Ein Spaziergang zur Wasserkunst. Der Eisvogel fischt auf der anderen Seite der Leine, eigentlich viel zu weit weg für ein Foto, aber ich kann nicht widerstehen den kleinen schillernden Vogel abzulichten. Man entdeckt ihn sogar als Punkt im Schilf auf der Landschaftsaufnahme.


29.12.2018 Zum Abschluss des Jahres geht es noch einmal in den Hermann Löns Park, so ist der Plan. Die Trägheit der Weihnachtsfeiertage noch in den Knochen und ein Blick aus dem Fenster hätten mich beinahe davon abgehalten, rechtzeitig am Treffpunkt zu sein. Zum Glück habe ich mich dann doch noch aufgerafft.

Unser Rundgang, wir sind heute mit 6 Personen eine angenehm große Gruppe, beginnt mit einigen besonderen Sichtungen. Ein Kernbeisser ruft und wir entdecken ihn auch, dann, über uns, sie waren ganz leise, 25-30 Erlenzeisige. Leider fliegen sie ab, bevor ich meine Kamera startklar habe.

Zwei Mittelspechte zeigen sich und lassen sich beobachten bis wir die Merkmale, die sie vom Buntspecht unterscheiden, deutlich erkannt haben. Danach folgen verschiedene Stellen mit Blau-, Kohl- und Sumpfmeise, Gartenbaumläufer, dazu die fast zahmen Kleiber und Rotkehlchen. Einen Eisvogel haben wir ausgiebig rufen hören, leider zeigt er sich nicht. Auch die Sonne kommt kurz heraus, so dass ich mit angeleuchteten herbstlich verfärbten Blättern noch etwas Farbe in die Bildauswahl geben kann.

Dann, gegen Ende des Spaziergangs zeigen sich, zwischen vielen Stockenten, noch drei männliche Mandarinenten und eine weibliche Brautente, sowie ein Pärchen Krickenten. Und wenn ich schon alle Vögel aufzähle, sollte ich auch Kormoran, Graugans, Graureiher, Blässhuhn, Rabenkrähe, Ringeltaube und die drei Bussarde erwähnen, ganz zum Schluss noch eine Amsel, ach ja, zwischendurch der Ruf des Gimpel. Vermutlich habe ich noch eine Art vergessen.


Weihnachten 2018 verbringe ich natürlich in Schleswig-Holstein.

Über die Feiertage ist es in diesem Jahr leider überwiegend grau, aber in der Nähe gibt es einen Waldohreulen-Schlafplatz, und die wenigen Sonnen-Minuten habe ich auch genutzt. Der Bericht ist hier.


22.12.2018 Hannover Herrenhausen. Wir haben den kürzesten Tag des Jahres, und noch dazu regnet es. Wir machen uns trotzdem auf, nach der Wasseramsel an der Wasserkunst zu schauen. Seit einer Woche wird sie regelmäßig unter ornitho.de gemeldet. Wir konnten es nicht früher einrichten, denn im Dezember gibt es keine Chance, vor oder nach der Arbeit noch Vögel zu beobachten. Leider sind wir zu spät, wir finden die Wasseramsel leider nicht. Es sieht aus als wären die Steine, von denen aus sie in den letzten Tagen gejagt hat, heute durch den ergiebigen Regen weiter unter Wasser und der Standort daher nicht mehr optimal ist. Ich füge ein Bild vom Oktober letzten Jahres ein. In diesem Jahr fehlt die Wasseramsel dann leider wieder auf der Jahresliste der beobachteten Vögel.

Während wir an der Wasserkunst nach der Wasseramsel Ausschau halten, fliegt eine Gebirgsstelze vorbei. Zu schnell für ein Foto.

 

 

Die Aufnahme dieser Waseramsel ist im Oktober 2017 im Okertal im Harz entstanden. Wenn man in der Region Hannover Wasseramseln sehen möchte, braucht man Geduld, Zeit und Glück.

Die alljährlichen Gänsesäger auf der Gracht am Großen Garten sind schon angekommen. In diesem Jahr beobachten wir vier Männchen und zwei Weibchen. Mein Gefühl ist, dass ihre Fluchtsistanz sich von Jahr zu Jahr verringert. Dazu beobachten wir einige Graugänse, einen Zwergtaucher und drei Höckerschwäne. Die Amsel habe ich am Nachmittag fotografiert, als die Sonne ganz ganz kurz durch die Wolken schaute.


16.12.2018 Laatzen. Ich möchte schauen, wie sich die Überschwemmungsfläche entwickelt hat. Der kleine Graben, die sogenannte "Banane" führt etwas Wasser und ist kurz davor zuzufrieren.

Ansonsten ist es grau, ein wenig Schneegriesel füllt die Luft.

Einige Graugänse lassen sich blicken, landen aber nicht auf den Wiesen. Mit einigen Wacholderdrosseln, einem Buntspecht, Mäusebussard, Eichelhäher, Elster, Kolkrabe, Rabenkrähe und Ringeltauben und dazu Blau-und Kohlmeise mit Amseln und Rotkehlchen beobachte ich die typischen Wintervögel.


8.12.2018, auf dem Maschsee sind Samtenten beobachtet worden. Seit ein paar Tagen sind sie regelmäßig, meist am Südufer, entdeckt worden. Es sollen sogar drei weibchenfarbene Individuen sein. Zwei gemeinsam in Ufernähe und eine weiter auf dem See.
Mein Versuch, die beiden Samtenten zu entdecken und endlich ein halbwegs gutes Foto von dieser Vogelart zu schießen, ein Foto auf dem nicht nur der echte Experte den Vogel erkennt , beginnt mittelmäßig. Es regnet und als ich mich dem Maschsee nähere, entdecke ich die beiden Enten schon von weitem. Leider fühlen sie sich von einem Ruderer gestört und fliegen ab.
Immerhin wird mein Verdacht bestätigt, denn sie zeigen ihr charakteristisches weißes Flügelfel. Ich fluche ganz leise vor mich hin, und sage mir, dass das schon für etwas gut ist. Bevor ich mich auf den Weg mache, um den See herum, bis zu der Stelle, wo ich sie zuletzt gesehen habe, schaue ich noch etwas mit dem Fernglas über den Maschsee.

Und siehe da. Sie sind von meinem Standort aus zu sehen ... und bewegen sich langsam auf meinen Standort zu. Ich brauche nur zu warten. Wenn es nun noch etwas heller gewesen wäre, hätte ich brillante Fotos machen können. Aber ich will nicht nörgeln.
Das ist erst die dritte (und vierte) Samtente, die ich sehe, eine in Hannover im März 2016 und die zweite beim Seewatching auf Borkum im letzten Jahr und verglichen damit waren die beiden hier perfekt zu sehen. 

 

In diesem Jahr habe ich viele Fotos von Eicheln gemacht, zum Abschluss füge ich, auch für etwas Farbe, ein Bild von einem braunen Eichenblatt ein.

Ich habe noch Zeit für einen Besuch am Annateich, dort sollen sich endlich mal wieder Mandarinenten aufhalten, zusammen mit (mindestens) einer Brautente. Auch das klappt, auch wieder nicht perfekt und sie sind weit weg.
Es sind 9 Enten, verteilt auf zwei Gruppen. Die erste bestehend aus drei Erpeln (Mandarinenten) und einer Brautente, die zweite wiederum aus drei Erpeln und jeweils einer Mandarin- und einer Brautente.

4.12.2018: Helgoland im Winter. Hier gibt es den Bericht. Im Dezember stehen die Kegelrobbenbabies im Vordergrund.


November 2018

18.11.2018: Wir haben mittlerweise Nachtfrost und die Wildgänse sammeln sich auf den Wiesen rund um das Steinhuder Meer. Den Fuchs entdecken wir völlig überraschend auf einer Landzunge vor dem Ostturm.

Der Raubwürger ist der erste, den ich seit zwei Jahren sehe. Er ist nicht besonders nahe, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden.


12.11.2018 Bilder aus der Grasdorfer Leinemasch. Wasservögel haben sich nicht eingefunden, aber wir nehmen es wie es kommt. Wacholderdrosseln ziehen in kleinen Trupps herum. Ich bin nicht sicher, ob es mehrere sind oder nur ein Trupp, der hin und her fliegt. Ebenso verhält es sich mit den Stieglitzen. In Bezug auf die Kraniche ist es eindeutig: Ein Trupp vom 90 Tieren fliegt nach Südwest, und zwar direkt über mich hinweg. Sie fliegen der tiefstehenden Sonne entgegen und die Jungtiere mit ihrem hellen Gefieder werden quasi durchleuchtet.


11.11.2018 Koldinger Teiche. Der Tag startet grau, und ohne Verabredung wären wir wohl Zuhause geblieben. Das wäre allerdings schade gewesen, denn im Laufe des Vormittages kommt die Sonne heraus und die herbstlichen Landschaftseindrücke sind wunderschön. Nebenbei überzeugt mich ein altes verwittertes Schild, das davor warnt, in die Teiche zu fallen.

Wir sind zunächst nicht so recht zufrieden mit den Sichtungen. Nur wenige Vögel lassen sich blicken, aber so langsam bessert sich die Bilanz: Schwarz- und Grünspecht rufen, ein Trupp von Grünfinken und Stieglitzen fliegt umher, auf dem großen Koldinger See schwimmen verschiedene Enten (unter anderem Schatter-, Krick-, Reiher- und sogar drei Schellenten), und eine größere Zahl von Gänsen (überwiegend Grau- und einige Blässgänse) fällt ein. Wir entdecken einen Mittelsäger zusammen mit einigen Gänsesägern (insgesamt mindestens 10 Gänsesäger) und einen Zwergsäger (weibchenfarben). Am Ende sind wir mit 47 Arten doch sehr zufrieden, nicht nur mit dem Ausflug in die Natur, sondern auch mit den Sichtungen.

Aus Anlass dieser Sichtung füge ich zwei weiter Bilder hinzu: Mittelsäger in Island, die Aufnahmen zeigen Mittelsäger in Südisland (Reykjanes) im Juni 2016. Auf dem linken Bild sehen wir ein Männchen (im Prachtkleid) und ein Weibchen. Ob die beiden auf dem rechten Bild auch schon ein Pärchen sind, kann ich nicht sagen, aber das ausgewachsene Männchen sollte einen scchwarzen Kopf haben.


Oktober 2018

Weiterhin habe ich Zugvögel und einheimische Vögel in Naturschutzgebieten auf Mallorca beobachtet. Hier schon mal zwei Bilder aus der Albufera, einem Naturschutzgebiet im Nordosten Mallorcas. Ich stelle mir vor, dass der Fischadler nach der langen Reise erst einmal ausgiebig badet. So schön glänzend wie beim Purpurhuhn werden seine Federn davon allerdings nicht. Hätte wohl auch Nachteile.

In den letzten Monaten hat mich beeindruckt, wie viele Eicheln von unsere Eichen (Stieleichen) produziert wurden. Hier Eicheln von zwei Eichen aus Mallorca (Steineiche).


13.10.2018 die Wülfeler Leinemasch. Ein Spaziergang bei wunderbarem Oktoberwetter. Es gab viele Kleinvögel, wohl überwiegend auf dem Zug. Vogel des Tages war eindeutig das Rotkehlchen. Da sie durch ihren Herbstgesang auf sich aufmerksam machen, sehen und hören wir im Verlaufe unseres Spaziergang mindestens 15.

Wir kommen an dem Baum mit Spechthöhle vorbei, ein Grünspecht hatte aus der Höhle gerufen (siehe 25. März 2018). Inzwischen ist die Grünspechthöhle von Hornissen bezogen worden.


9.10.2018 am Mittellandkanal

Man sieht sie flattern, kann ihre Umrisse kaum erahnen, so flink und schnell huschen sie vorbei, dass man kaum sicher ist, ob man sich nicht vielleicht doch getäuscht hat. So war es auch heute Abend. Nur, dass man die Fledermäuse gegen den roten Abendhimmel zumindest erkennen konnte.


September 2018

30.9.2018 Mit dem Nabu Wunstorf; Eindrücke von einer vogelkundlichen Wanderung "Vogelzug in der Leine-Niederung". Wir sehen und hören nicht allzu viele aussergewöhnliche Vögel, aber nach dem trockenen Sommer sind wir sehr dankbar für die farbenfrohen Eindrücke des frühen sonnigen Morgens und genießen dazu die Gesänge von Amseln, Meisen, Rotkehlchen und Co, auch wenn sie sich nicht gerade als Fotomodelle anbieten.

Wir sehen oder hören kleine Trupps von Feldsperlingen, Buchfinken, Goldammern, Erlenzeisigen sowie einige Zilpzalps und Rotkehlchen, Rohrammern, Kohl-, Blau- und Weidenmeisen, sogar ein Eisvogel lässt sich blicken, insgesamt kommen wir auf 39 Vogelarten. Stars des Tages sind aber heute Morgen die Hornissen.


23.9.2018 Hannover: Regen ist Leben! Ich freue mich sehr über den Regentag, obwohl ich ziemlich nass geworden bin, und meinen Spaziergang um den Maschsee am Ende dann doch nicht so genossen habe.

Die Trauerseeschwalben, die sich in der Woche noch am Maschsee aufhielten, habe ich nicht gefunden. Aber es zeigten sich so viele Singvögel wie schon lange nicht mehr: Mindestens vier Amseln, zwei Zilpzalps, zwei Rotkehlchen, x Kohlmeisen und x Gartenbaumläufer, zeitweilig habe ich drei Gartenbaumläufer gleichzeitig an einem Baumstamm gesehen.


22.9.2018 Wietzeaue bei Hannover. Wird es jetzt herbstlich, gibt es endlich Feuchtigkeit für Planzen und Tiere? Wir fahren zum SPARC-Gebiet in die Wietzeaue. Dort finden wir einige Braun- und Schwarzkehlchen, die zusammen mit Stieglitzen nach Nahrung suchen. Der Schmetterling sollte ein Permuttfalter sein.

Besonderer Star des Tages ist ein Turmfalke. Er jagt zusammen mit einem Artgenossen direkt vor der Hütte und lässt sich ablichten.


15.9.2018, Mellum. An diesem Wochenende habe ich erneut die Vogelinsel Mellum besucht. Die Fotos von diesem Jahr ergänzen die Reportage vom letzten Jahr.

Nachfolgend sind einige Vögel abgebildet, die wir nicht auf Mellum, aber am Jadebusen beobachten durften. Flussseeschwalben und Steinwälzer haben wir in Wilhelmshaven am Nassauhafen beobachtet, die Rotschenkel rasteten im Hafen von Dangast. Ein kreisender Greif ließ sie unruhig auffliegen und den Standort wechseln.

Insgesamt waren in den letzten Tagen und Wochen sehr wenig Vögel unterwegs. Während des warmen trockenen Sommers haben sich die Singvögel kaum gezeigt, und auch, wenn es jetzt im September kühler geworden ist, freue ich mich sehr über jeden einzelnen Vogel. Insbesondere hatte ich seit Anfang September, als ich erstmals vom Usutu-Virus gehört habe, keine Amsel mehr gesehen. Umso mehr freue ich mich über eine (wenn auch einzelne) Amsel, die ich heute Morgen auf meinem Weg zur Stadtbahn beobachtet habe.

Zu den Flussseeschwalben in Wilhelmshaven: Obwohl das Bild mit den Seeschwalben nicht perfekt ist, kann man doch erkennen, dass einige noch im Jugendkleid sind. Die Seeschwalben, die wir im Hafen gesehen haben, brüten in Wilhelmshaven auf dem Banter See, es ist zu vermuten, dass die jungen Seeschalben von dort stammen. Weitere Informationen gibt es hier: http://www.lotti-web.de/


9.9.2018 Überall Spuren des aussergewöhnlich trockenen Sommers.

Bei Meppen brennt das Moor seit einer Woche. Hier haben wir nur ganz normale Trockenheitsrisse.

In einem Waldstück südlich von Hannover entdecken wir einige kleine Falter, das Waldbrettspiel, den Bläuling und den C-Falter.


8.9.2018 Laatzener Leinemasch, heute sind wieder viele Greife unterwegs. Mäusebussarde, Fischadler, Rotmilane und Habicht lassen sich blicken, dazu Turmfalken und Kolkraben. Wir hatten auf Limikolen und andere Durchzügler gehofft, aber die Teiche und Gräben sind zu großen Teilen ausgetrocknet oder haben einen sehr niedrigen Wasserstand und so kommen wir zwar auf gut 40 Vogelarten, aber es sind meist hiesige und auch nicht in großen Zahlen, viele haben wir nur gehört.

Ein Fischadler verspeist seine Beute auf einem kahlen Baum links der bekannten Baumgruppe. Er hält sich dort lange auf, wechselt noch einmal für längere Zeit in einen Baum weiter rechts und bleibt dort auch sitzen als ein weiterer Fischadler durchzieht.

Vom Beobachtungsturm aus sind wie am vergangenen Wochenende (siehe weiter unten) 15-20 Kolkraben sowie einige Mäusebussarde und Rotmilane zu beobachten.  Ein Rotmilan fliegt auf den Beobachtungsturm zu, so dass ich ihm beim Flug in die Augen schauen kann. Unterwegs in Richtung Wiesendachhaus beobachten wir noch eine Weihe, die wir jedoch so schnell nicht bestimmen können. Den Habicht sehen wir sehr nah, aber eben nur von unten.


2.9.2018 Steinhuder Meer: Ich bin gern früh morgens unterwegs, mag aber nicht gern früh aufstehen, so ist es eine Ausnahme, dass wir schon morgens zum Sonnenaufgang am Steinhuder Meer bei Winzlar sind. Es liegt noch ein leichter Nebelschleier über der Landschaft.

Für die Bilder des frühen Morgens hat sich das Aufstehen gelohnt. Die Nebel erzeugt stimmungsvolle Landschaftseindrücke.

Die Feuchtflächen am Steinhuder Meer sind fast ausgetrocknet und die Flächen ziehen hauptsächlich  Graugänse an.

Wir sehen einige Greife, die meisten wie Turmfalke, Rotmilan, Bussard oder Fischadler überfliegend. Besonders beeindruckend war für uns der Sperber, der plötzlich aus genau dem Busch geflogen kam, in dem wir gerade Zilpzalps und Schilfrohränger und weitere kleine braune Vögel beobachten. Nach dem Erscheinen des Sperbers machten diese sich allerdings rar. Kurze Zeit später fliegt der Sperber noch einmal neben uns her. Ein Baumfalke sitzt hinter den Graugänsen und Limikolen.

Zum Abschluss des Beobachtungstages schauen wir noch beim Ostturm des Steinhuder Meeres nördlich von Steinhude vorbei. Während der kleinen Wanderung sehen wir viele Kleinvögel, besonders freuen wir uns über einen Trupp Braunkehlchen. Und bezüglich unserer Hoffnung, vom Ostturm einige Limikolen zu sehen, werden wir nicht enttäuscht. Das Problem ist nur, dass die kleine Sandbank zu weit weg ist. Es wäre gut wenn wir ein Spektiv dabei hätten oder jemanden, der die wichtigsten Merkmale der Limikolen kennt, und uns so bei der Bestimmung hätte helfen können. Wir machen mindestens 4 verschiedene Limikolen unterschielicher Größe aus und dazu Seeschwalben. Bei den Seeschwalben tippe ich nach einigem hin und her auf Flussseeschwalbe, weil sie deutlich kleiner sind als die Lachmöwen, ausserdem meine ich eine weisse Stirn auszumachen, passt zu den Jungvögeln. Bei den Limikolen muss ich aufgeben.  Wenn ich tippen müsste, würde ich sagen Grünschenkel, Dunkler Wasserläufer, Kampfläufer, Flussuferläufer und Zwergstandläufer.


1.9.2018 Laatzener Leinemasch, an diesem Tag ist viel los am Himmel. Mindestens drei Rotmilane, 18 Kolkraben, fünf Mäusebussarde und etliche Rabenkrähen fliegen im Gebiert, vielleicht haben sie eine gemeinsame Nahrungsquelle gefunden, sie fliegen teilweise gemeinsam, teilweise in lockerer Formation im gleichen Aufwind oder sogar im Paarflug. Ein überfliegender Seeadler wird auf seinem Flug begleitet. Kolkraben, Rotmilan und Seeadler gemeinsam auf einem Foto ablichten zu können, ist schon eine Besonderheit. Fischadler und Turmfalke lassen sich auch blicken, gesellen sich aber nicht zu den obigen Greifen.

Wir haben nicht erkennen können, was die Milane, Kolkraben und Rabenkrähen angezogen hat. Der Seeadler ist nur durchgezogen, wurde aber dann auf seinem Weg bis zu seinem Baum begleitet.

Die Rotmilane zeigten ihre Flugkünste, auch gemeinsam im Paarflug.


Auch andere Vögel liessen sich blicken, Rauch- und Mehlschwalben, die sich sammeln, die verschiedenen Meisen, ein großer Trupp Stare und vom Beobachtungsturm aus dann doch noch Amseln, Stieglitze, eine Singgrossel und zwei Bekassinen, nachdem wir auf der Überschwemmungsfläche keine Limikolen gefunden hatten. Insgesamt sehen wir an diesem Vormittag in der Leinemasch 39 Arten, darunter keine Enten oder Gänse.

Die Schwanzmeisen finde ich am Annateich, dort hatte ich noch ohne Erfolg nach der Brautente geschaut.


August 2018

26.8.2018: An diesem Wochenende ist wenig Zeit für Naturspaziergänge, am Rande einer Familienfeier an der Nordseeküste, und zwischen den Schauern ( ja, wirklich, es hat geregnet in Schleswig-Holstein!) habe ich einen kurzen Ausflug mit dem Fahrrad gemacht. Abgelegt: hier, unter Nordseeküste.


18.8.2018 Leinemasch. Wieder ein warmer sonniger Tag. Wir hoffen in der Leinmasch auf ein paar Limikolen und schauen, was sich blicken lässt.

Die meisten Vögel haben ihr Nest verlassen sind zum Teil schon wieder unterwegs in Richtung ihres Winterquartiers (Mauersegler, Neuntöter und auch die jungen Störche sind nicht mehr da.). Der warme Sommer hat Eicheln und Beeren schon gut wachsen lassen, sie sind schon bald reif. Zumindest einige Tiere werden hier etwas zu fressen finden. Unterwegs in Gebiet sehen wir im zunächst schon verlassen geglaubten Mehschwalbennest noch ein neugierig herausschauendes Junge ( es sind mindestens zwei Junge im Nest). In der Leinemasch selber ist es trocken.Eine kleine feuchte Stelle gibt es noch, und hier finden wir tatsächlich zwei Bekassinen und einige Waldwasserläufer. Insgesamt ist es ruhig und wir müssen uns schon etwas Mühe geben, bis wir dann doch 46 Arten auf unserer Tagesliste haben: Rot- und Schwarzmilan, Turmfalke, Bussard und Fischadler, Bekassine, Waldwasserläufer und Bachstelze, Ringeltauben, Kolkrabe, drei Weißstörche, Silber- und Graureiher, Kormoran, Haussperlinge, Kohl,- Blau- und Schwanzmeisen, Amsel, Star, Mönchsgrasmücke, Wacholderdrossel, Goldammer und Stieglitz, Zwerg- und Haubentaucher, Stock- und Schnatterente, um einige zu nennen.

Jahreszeitlich bedingt sind die meisten Vögel in der Mauser und sehen etwas zerzaust aus. Besonders zerfleddert wirkt der Schwarzmilan (oben rechts, auf dem Bild unten rechts fällt es nicht so auf).

Vom Beobachtungsturm sehen wir einen Fuchs , er schaut uns an und zieht sich dann schnell in den Schatten und ins Buschwerk zurück.


Einige Eindrücke von spätsommerlichen Pflanzen. Das Landkärtchen (der kleine Schmettrling) habe ich erstmals bewusst gesehen.


Nicht nur dem Menschen ist zu warm, auch dieses Reh ist so sehr damit beschäftigt zu atmen und über die Zunge zu schwitzen, dass es mich ganz übersehen hat.


4.8.2018 Klärteiche Lehrte: Der Herbstzug ist in vollem Gange, ein Aspekt, der mir dazu einfällt ist, dass die Mauersegler weg sind. Schade, sie waren die einzigen Vögel, die in den letzten Wochen während der Sommerhitze regelmäßig zu hören und zu sehen waren.

Herbstzug bedeutet jedoch auch, dass wieder Überraschungen möglich sind, Limikolen finden sich ein und mit Glück auch seltene Gäste. An diesem Wochenende hoffen wir auf das Tüpfelsumpfhuhn. Und werden nicht enttäuscht!

Die Klärteiche in Lehrte sind bei der Hitze und dem allgemeinen Regenmangel ein Anlaufpunkt für Wasservögel. Der Wasserstand ist allerdings auch hier niedrig und etwas Regen wäre auch hier ein Segen.

Die Brombeeren links und rechts des Weges sind schon fast überreif und sie sind zuckersüß und auch die Äpfel werden nicht mehr lange brauchen, hoffentlich bekommen sie keinen Sonnenbrand.

Wir sehen viele Enten ( Stock-, Schnatter-, Krick-, Reiher-, Löffel-, Knäk- und Tafelente) in unterschiedlichen Zahlen, die Reiherenten führen noch Küken. Ein Waldwasserläufer ist die bemerkenswerteste Limikole und die 7 Bekassinen und 3 Kiebitze gern gesehen. 

Highlight des Tages und damit auch Kern meiner kleinen Fotoreportage jedoch ist das Tüpfelsumpfhuhn. Es zeigt sich am Schilfrand in einer Gruppe von Teichhühnern. Es wirkt insgesamt nicht übermäßig vorsichtig (ich habe nicht den Eindruck, dass die Vögel sich an uns stören, wir sind offenbar weit genug entfernt), bleibt aber doch deutlich näher am Schilfrand als die Teichhühner. Im Vergleich zu den Teichhühnern ist es deutlich kleiner und zusätzlich optisch gut zu unterscheiden, da die Teichhühner einen hellen Strich auf dem Körper haben. Die meisten aus unserer kleinen Gruppe haben noch nie ein Tüpfelsumpfhuhn gesehen, so viele Möglichkeiten dafür gibt es allgemein nicht. Unsere Freude ist entsprechend groß.

Noch ein zwei Bilder mit Blick auf das Gebiet. Grau- und Silberreiher, Kormorane in den Bäumen. An Greifvögeln haben wir heute nur einen Rotmilan und eine diesjährige Rohrweihe gesehen. An Wasservögeln können wir noch Höckerschwäne, Zwerg- und Haubentaucher sowie Blässrallen vermelden. Kleinvögel liessen sich kaum blicken oder hören, Stare, zwei Stieglitze und eine Rohrammer einige Teichrohrsänger kann ich noch vermelden, allerdings ohne ansprechendes Foto.


Weiteres, hier im Archiv.