Herrenhausen

Unter Herrenhausen fasse ich die Herrenhäuser Gärten mit Großem Garten und dem Berggarten, den Georgengarten und auch noch die Wasserkunst (Limmer) zusammen. Die Gärten sind sehr interessant und immer einen Besuch wert, jedoch nicht (so sehr) aus ornithologischer Sicht. Im Winter versammeln sich Graugänse und Enten auf den Graften rund um den Großen Garten, und am Leinewehr können mit etwas Glück und Geduld Zwergtaucher, Eisvögel und verschiedene Enten beobachtet werden. 



Juni 2020, Herenhausen: Die Renovierungsarbeiten der Wasserkunst am Leinewehr, südlich der Herrenhäuser Gärten, sind fast abgeschlossen. Noch ein Grund mehr, für einen Spaziergang in den Herrenhäuser Gärten mit Abstecher zum Leinewehr. Die Pumpen in der Wasserkunst haben die Große Fontäne bereits in 1720 bis auf 35 Meter springen lassen. Die Landschaft am Ufer der Leine bildet einen Kontrast zu den Herrenhäuser Gärten.


Ein Ausflugsziel für die Hannoveraner und einen Zufluchtsort im Winter für so mache Vogelart bietet das Gelände rund um die Herrnhäuser Gärten.


Der Berggarten wurde im 17. Jahrgundert angelegt. Kurfürstin Sophie wandelte den Berggarten in einen Garten für exotische Gewächse um, wofür 1686 ein Gewächshaus entstand. In den Schauhäusern und Themengärten des Berggartens sind viele verschiedene Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen zu finden, darunter die größte Orchideensammlung Europas oder einfach Seerosen und Schahbrettblumen.

Der Große Garten in Herrenhausen zählt zu den bedeutendsten Barockgärten in Europa. Der gegenüber  gelegene Berggarten ist ein wunderschöner botanischer Garten und bietet zu jeder Jahreszeit etwas für das Auge.


30.12.2018 An der Wasserkunst ist eine Wasseramsel gemeldet worden, wir hatten sie in den letzten Tagen nicht gesehen. Tatsächlich ist sie da. Leider fischt sie in einiger Entfernung der Brücke von einem Baumstamm aus, so dass mir nur einige Belegfotos bzw. Landschaftsfotos mit Wasseramsel gelingen. Auf den Fotos sieht man, dass sie dunkelbäuchig und daher mit großer Wahrscheinlichkeit eine nordische Wasseramsel ist, mit hohem Wasserstand und kräftiger Strömung kommt sie offenbar gut zurecht.


14.7.2018: Schwäne und Enten würde man in Hannover erwarten, insbesondere in der Nähe der angelegten Parks und Gärten. Die Austernfischer hingegen, die wir an der Wasserkunst entdecken, würde man eher in Küstennähe vermuten. Tatsächlich brüten einige Austernfischer in Hannover, meist auf einem Flachdach. Schön ist zu sehen, dass es sogar klappt, Nachwuchs großzuziehen, wobei ich einfach mal davon ausgehe, dass der Nachwuchs in Hannover geschlüpft ist. Die Bilder zeigen den Blick auf die Leine, auf dem Bild unten kinks ist neben den vier Austernfischern auch eine Gebirgsstelze zu sehen.


28.3.2018. Wir vermuten, dass ein Eisvogel am Leinewehr in der Nähe einer Biberburg ein Revier belegt. Ob das stimmt, kann ich nicht sagen, aber immerhin ist ein Eisvogelmännchen so nett, sich zu zeigen, genauer: Er ruft hinter meinem Rücken und gibt mir genug Zeit, ein Foto zu schießen, bevor er abfliegt.

Aber ich habe auch noch andere Rufe gehört. Und tatsächlich: Eine Gebirgsstelze. Seitdem ich an den Wochenenden hin und wieder mit unserer kleinen Gruppe von Natur- und Vogelfreunden am Leinewehr vorbeischaue, höre ich, dass es dort Gebirgsstelzen geben soll. Diesmal zeigt sich eine. Ich bin sehr erfreut, auch wenn die Entfernung zu weit ist für ein gutes Foto.


Gänsesäger suchen die Graften seit einigen Jahren regelmäßig im Winter auf, das zweite Foto zeigt eine Schellente, die ein paar Jahre lang regelmäßig in der Nähe des Leinewehrs zwischen den Stockenten überwintert hat. Solche Fotos von balzenden Schellenten gelingen in der freier Natur in der Regel nicht.