Lebensräume

Bilder und Texte auf dieser Seite stammen von Naturbeobachtungen, mit Schwerpunkt auf der Ornithologie in Hannover und Umgebung, in Island, von der Nordseeküste und der Vogelinsel Helgoland.

Sie sind gedacht, für alle die dabei waren oder vielleicht gern dabei gewesen wären.


Hier einige Momentaufnahmen mit einigen der schönsten Schnappschüsse ...

... Wanderfalke in Hannover (2018), Papageitaucher auf Fair Isle (Shetlands, 2018) und in Island, Wintergoldhähnchen und Seeadler mit Rotmilanen und Kolkraben in der Leinemasch südlich von Hannover (2018). Papageitaucher beim Starten vom Wasser aus und ein Blaukehlchen auf Helgoland.

Bilder und Berichte von der Entdeckung und Beobachtung des Hannoverschen Eistauchers im November 2017 finden sich hier.


Zu mir und zu dieser Seite: Interessiert haben mich stets Mathematik und alle Naturwissenschaften, ich bin dann Mathematikerin geworden und komme nur (aber immerhin) an den Wochenenden und im Urlaub dazu, mich in der Natur zu bewegen.

Ein etwas ambitionierteres Ziel ist es, Lebensräume von Mensch und Tier realistisch und ansprechend darzustellen.

Die Wahl der Beobachtungsgebiete ist schnell erklärt: In Hannover wohne ich heute. Die Nordseeküste (zunächst Schleswig-Holsteins Westküste) und Helgoland sind meine Heimatregionen und meine Begeisterung für Island teile ich seit über 30 Jahren mit vielen anderen Islandfreunden.

 

Ich bin damit gestartet, die besten oder interessantesten Bilder von Ausflügen oder Beobachtungen hier abzulegen und sie damit auch den Mitbeobachtern, die die Beobachtung oft erst durch Ihren Adlerblick, ihr gutes Gehör, ihr Wissen oder ihr Spektiv möglich gemacht haben, zugänglich zu machen. Nach inzwischen bald zwei Jahren (Start war im April 2017), ist klar, dass ich weiter mache, ich werde zunehmend versuchen, eine Entwicklung über die Jahre zu zeigen. Und muss dabei um Nachsicht bitten: Ich kann nur in der Freizeit in die Natur, dadurch wird die eine oder andere Gelegenheit verpasst, die Entwicklungen werden also Lücken zeigen. Und ich bin immer noch Laie, ich werde Fakten vereinfacht darstellen und wohl auch Fehler machen. Da nehme ich gern Tipps an. Ein erstes Ergebnis der zwei Jahre aktiver Vogelbeobachtung ist mein persönlicher Vogelausflugskalender für die Region Hannover, der beispielsweise zeigt, dass man zwar ganzjährig Spechte sehen kann, aber Tauerschnäpper, und Gartenrotschwanz am besten Ende April bis Mitte in bestimmen Gebieten sucht.

Den Schwerpunkt der Fotografie auf dieser Seite bilden die heimischen Vögel in freier Natur (die Zugvögel gehören in gewisser Weise auch zu den heimischen Vögeln und seltene Irrgäste werden natürlich auch aufgenommen). Die Vogelfotografie ist tatsächlich so spannend und anspruchsvoll und die Motive sind so vielfältig, dass es immer das Hoffen auf bessere Bilder und damit schon allein aus fotografischer Sicht genug Stoff für diese Seite geben wird. Zudem ist es durch den Wechsel der Jahreszeiten und nicht zuletzt durch die Zugvögel, zu jeder Jahreszeit abwechslungsreich und sehr oft überraschend.

(Wenn nicht anders gekennzeichnet, sind die Bilder von mir und unterliegen dem Copyright)

 

Bemerkung am Rande: Die beiden Vögel links sind Blaufusstölpel. Das Männchen zeigt während der Balz seine schönen blauen Füsse.


Die Feldlerche - Vogel des Jahres 2019

Jeder kennt sie, die Feldlerche, aber, wer würde sie erkennen? Meist zwitschert sie hoch über uns und zu sehen ist nicht viel mehr als ein dunkler Punkt. Selten ist sie geworden. Wir zerstören ihren Lebensraum und durch zu frühes Mähen der Wiesen werden oft die wenigen Nester mit Jungen zerstört. Außerdem wird ganz allgemein, unter anderem durch den Gebrauch von Pestiziden, die Nahrung (Insekten) der Feldlerchen bzw. der Singvögel allgemein, immer weniger. Wahrscheinlich werden es zukünftig wenige Rückzugflächen sein,  wo noch Feldlerchen beobachtet werden können. Hierzu verweise ich auf einen Artikel in der Zeitschrift National Geografic vom Mai 2017 "Alle Vögel sind bald nicht mehr da". 

 

Zu diesem Thema passt auch eine Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen: Drucksache 18/11877Stummer Frühling – Verlust von Vogelarten

Wenn ich mich mit etwas auskenne, dann mit EU-Richtlinien: Hier die "Birds Directive" 2009/147/EC

die Richtlinie über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten.

Die hier abgebildete Feldlerche haben wir singend über einem Acker entdeckt. Als sie sich auf den Acker setzt, nehme ich die Chance wahr, sie zu fotografieren. Offensichtlich reicht ihr der Sicherheitsabstand und sie gibt mir die Chance auf einige wunderschöne Fotos, sie kauert sich auf den Boden, legt sogar den Kopf ins Gefieder.

Mein Vater hat sich oft beschwert, dass der Naturschutz sich überwiegend um die großen, weit sichtbaren Vögel wie Storch und Bussard kümmerten und dass die kleinen unscheinbaren unbeachtet blieben, er hatte recht. Ich werde mich bemühen, bzw. sich bietende Gelegenheiten nutzen, um gerade die kleinen Singvögel auf meinen Bildern ansprechend darzustellen.


Ein Beispiel, wie die Bilder entstehen

Seidenschwänze sind im Februar 2017 in Hannover beobachtet worden, sie kommen unregelmäßig, manchmal in großen Schwärmen aus der Taiga eingeflogen. Ich würde sie gern einmal sehen und natürlich ein paar schöne Aufnahmen von ihnen machen. Im ersten Quartal des Jahres ist es vor und nach der Arbeit dunkel. Die Mittagspause für einen Ausflug zu nutzen kommt für mich nicht in Frage, denn Vögel sind unberechenbar und halten sich nicht an Terminvorgaben. Also bedeutet es, dass ich bis zum Wochenende warten und hoffen muss, dass sie dann noch in der Gegend sind. Am Wochenende ist graues Regenwetter. Trotzdem kommt eine Freundin tapfer mit. Wir schauen an einigen Stellen, wo die Seidenschwänze zuletzt und regelmäßig in Vorjahren gesichtet wurden. Am Ende trösten wir uns damit, dass allein die Bewegung gut für uns ist, wir sonst nur in der Stube gehockt und wir den Stadtteil sonst nie kennengelernt hätten.

Dann kommt zwei Wochen später am Dienstag eine neue, recht sichere Meldung: Seidenschwänze halten sich am Messegelände in Laatzen auf. Ob sie wohl bis Samstag bleiben? Ob ich es wohl privat einrichten kann?

Trotz unseres Misserfolges am besagten Regenwochenende und obwohl die Freundin die schönen Vögel, eher zufällig, bereits gesehen hat, kommt sie am darauf folgenden Samstag mit zum Messegelände.  Wir finden die in Frage kommende Stelle schnell und treffen sogar einen Beobachter, der die gefiederten Wintergäste in den Tagen vorher genau dort beobachtet hat. Nichts. Wenigstens ist das Wetter diesmal gut. Wir schauen ein wenig herum und plötzlich sind sie da. Sie sitzen in einem Baum (im Gegenlicht!). 

Wir machen ein erstes Belegfoto und schauen dann, ob wir näher herankommen.  Schon werden sie von einem Greif (Sperber oder Habicht) aufgescheucht. Während der Trupp in unsere Richtung flüchtet, gelingen uns ein paar mäßige Flugfotos. Aber wir sind glücklicher als die anderen Fotografen und Naturfreunde, die sich im Laufe des Vormittags einfinden.  Später dann, Wochen später, an einem weiteren Samstagmorgen nach einem morgendlichen naturkundlichen Spaziergang, wir sind schon kurz vor dem Ziel und unsere kleine Gruppe von Naturfreunden beginnt sich aufzulösen, heisst es plötzlich "da oben sind doch Seidenschwänze?!" Ich mag es kaum glauben. Aber es stimmt. Und diesmal lassen sie sich in Ruhe fotografieren, mal abgesehen davon, dass sie in den Misteln hoch in den Bäumen sitzen, aber dafür haben wir ja Ferngläser und Teleobjektive mit.

Genau so kommen die Bilder zustande. Mit scharfen Augen und gutem Gehör, mit viel Geduld und dazu eine Portion Glück und vor allem mit dem Grundsatz: Niemals ohne Ausrüstung ins Gelände!

Und für das nächste Mal ( in ein paar Jahren?) hoffe ich noch auf gute Beleuchtung und etwas niedrigere Bäume.


Vögel sind aussergewöhnlich gute Indikatoren für Biodiversität (nach birdlife international)

 

Vogelarten sind gut erforscht und die Klassifizierung (Taxonomie) relativ stabil.
Vogel-Verbreitung, Verhalten und Ökologie sind viel besser bekannt als für andere vergleichbare Arten.
Vögel sind weit verbreitet und leben fast überall auf dem Globus.
Die Bestandsentwicklung von Vögeln spiegelt of auch Entwicklungstrends anderer Arten wieder.
 Vögel sind mobil und reagieren aktiv auf Änderungen der Umwelt.
Es gibt ausreichend viele Vögel und Vogelarten, um Muster zu erkennen, jedoch wiederum nicht so viele, dass es zu herausfordernd wäre.
Vogel-Studien sind relativ leicht zu erstellen und vergleichsweise preiswert in der Durchführung.
Vögel sind einzigartig in ihrer Popularität, mit lokalen Experten in jedem Winkel der Welt.

 

www.birdlife.org
https://www.birdlife.org/sowb2018