Dezember 2020

5. Dezember 2020, Hannover. Neben dem Eistaucher, der immer ein lohnendes Ziel für einen Spaziergang in Hannover ist, sehen wir Zergtaucher und -säger. Schwanzmeisen, Wintergoldhähnchen und Eisvogel sind nur einige der Wintervögel. Wir sind gespannt, welche Vögel sich blicken lassen werden.


November 2020

25. und 28. November 2020, Hannover, Maschsee. Es ist ein Eistaucher in Hannover, mitten in der Stadt auf dem Maschsee. Am Mittwoch, bei strahlendem Sonnenschein, zeigte er sich... einigermaßen. Der Maschsee ist doch recht groß und er hat sehr viel getaucht. Aber gefreut haben wir uns trotzdem sehr!

Mehr Informationen zu Eistauchern findet man hier: Eistaucher in Island und in Hannover.


Auch ein Blick auf die Möwen lohnt sich. Auffallend und eindeutig sind die zweite von Links, mit schwarzem Rüccken und rosa Beinen eine Mantelmöwe, und die Möwe ganz rechts, die Lachmöwe ist viel kleiner als die anderen Möwen. Die grauen Möwen sind Steppen-und Sibermöwen, eigentlich müsse man noch mal genauer hinschauen, aber die Sicht ist nicht optimal und es lockt der Eistaucher.


8. November 2020, Isernhagen. Nachdem ich gestern wenig Vögel gesehen habe, haben sich heute viele besondere Vögel hören und sehen lassen. Ein Schwarzspecht lässt mehrfach seinen Sitzruf hören, Kraniche rufen und ziehen in mehreren größeren Trupps über uns hinweg. Dann fliegen unerwartet Rebhühner auf und nachdem wir beobachtet haben, wo die Rebhühner gelandet sind, entdecken wir vom selben Standpunkt aus einen Raubwürger auf einer Leitung. Zusätzlich lässt sich ein Reh blicken und fotografieren.


7. November 2020, Bilm. Mit dem Fahrrad am Mittellandkanal entlang. Vögel habe ich nur sehr wenige gesehen, vielleicht abgesehen von den vielen Teichhühnern auf dem Weg am Kanal. Aber das Herbstlicht, zusammen mit der Laubfärbung war schön. OK, die Fotos sind nichts Besonderes, auch die wunderschönen Heide-Libellen haben nicht gewartet bis ich meine optimale Foto-Position auf dem Boden bezogen hatte. Aber was soll's. Es war ein schöner Tag!

In einem Buch über Vogefotografie habe ich den Satz in Erinnerung: Wenn sich in einem Jahr in Ihrer Umgebung viele Birkenzeisige fotogen zeigen, fotografieren Sie Birkenzeisige! Daran musste ich heute denken, ich wollte eigentlich gern Vögel, vielleicht Rebhühner, fotogafieren, aber gezeigt haben sich keine Vögel, stattdessen liegen Libellen über den Weg. Inzwischen habe ich nachgelesen, dass die großen Heidelibellen machmal noch Mitte November bei der Paarung und Eiablage zu beobachten sind.


Und das muss jetzt noch mal sein, die besten Falkenbilder der letzten drei Wochen. Ich kann es auch anders ausdrücken: Die besten Falkenbilder, die mir bislang überhaupt vergönnt waren! Der Wanderfalke in der Laatzener Leinemasch, der Turmfalke in Bilm und der Baumfalke, der sich Mitte Oktober auf Helgoland direkt unterhalb der Felskante zeigte.


1. November 2020, Grasdorfer Leinemasch. Heute bin ich allein unterwegs, ich entscheide mich für die Grasdorfer Leinemasch, dann habe ich das November-Bild schon mal im Kasten, ausserdem sehe ich mit Glück auch einige der besonderen Gänse. Aktuell sind folgende besondere Gänse zu erwarten: Neben Grau-, Bläss- und Saatgans sind einzelne Nonnenänse, und je eine Rothals-, Kurzschnabel- und eventuell auch noch Ringelgans im Gebiet. Ich sehe nur einige größere Gruppen von Bläss- und Graugänsen, und einige größe ziehende Gruppen am Himmel, aber ich bin guter Dinge, da das Wetter deutlich besser ist als angesagt und erwartet. Aus den Büschen tönen die Kontaktrufe von Schwanzmeisen und Wintergoldhähnchen.

Gestern hatte sich ein Turmfalke sehr fotogen gezeigt. Heute macht es ihm der große Bruder nach. Auf einem Strommast entdecke ich völlig überraschend einen Wanderfalken. Er hat nichts dagegen, dass ich näher komme und als er dann doch abfliegt, kommt er zwei Minuten später noch einmal schauen. Schnell ist er wieder weg, und von der Silhouette her könnte man fast an einen Sperber denken, so schnell und langgestreckt saust er vorbei. Aber er verschwindet eben nicht, ohne noch mal zu schauen. 


Oktober 2020

31. Oktober 2020, Bilm.  Wohin gehen wir heute zum Vogelbeobachten. Natürlich ist unsere Gruppe coronabedingt sehr klein: Wir sind nur zu zweit unterwegs und haben uns für Bilm entschieden. Ohne besondere Erwartungen starten wir und freuen uns über einen Trupp von mindestens 40 Stieglitzen.

Und während ich versuche, den Trupp abzulichten, werden sie von einem Hasen gestört, der auch 12 Rebhühner aufscheucht. Und ich drücke auf den Auslöser!

Plötzlich werden die Stieglitze lauter und lauter und als sie dann auffliegen, sehen wir, was der Grund der Unruhe war: Ein Sperber streicht herum. Er greift die Stieglitze an, hat aber keinen Erfolg. Plötzlich richtet er seine Attacken gegen einen vorbeifliegenden Turmfalken.

Auch sonst ist viel los. Wir sehen viele Berg-und Buchfinken, einen Trupp Hänflinge, die meisten sind Bluthänflinge, aber auf den Fotos sind auch einige Bergfinken zu sehen. Über einen prachtvollen Hausrotschwanz freuen wir uns ebenso wie über einige Vögel wie Wintergoldhähnchen, Heckenbraunelle, Rotkehlchen, Meisen, Goldammer und Wiesenpieper. Insgesamt sehen wir 36 Vogelarten.

Und zum Schluss drängt sich noch ein Turmfalke für ein Foto-Shooting auf. Er sitzt auf einem Baum, wenige Meter vor uns, er fliegt dann auf und lässt uns dann mehrfach wieder sehr nah herankommen.

Dann möchte ich noch erwähnen, dass der dunkle Vogel, den wir auf der Rückfahrt zunächst für einen Graureiher halten, bei näherem HInsehen keine sichtbaren Beine, nur einen kurzen Schwanz, sehr breite Flügel und einen großen Schnabel hatte.


24. Oktober 2020, Bilm.  Der Vogelzug hat seinen Höhepunkt überschritten. Hauptsächlich sind Buch- und Bergfinken unterwegs, aber wir sehen und hören auch Lerchen, Wiesenpieper, Erlenzeisige, Stieglitze,  Heckenbraunellen und Hänflinge, besonders freue ich mich über 11 Schwanzmeisen. Zunächst ein paar Herbstimpressionen.

Dann ein Foto von einer der wunderschönen Schwanzmeisen...

Und hier jetzt die Bergfinken, sie waren zusammen mit Buchfinken unterwegs, die Anzahl schätzen wir auf ca. 50 Vögel.


18. Oktober 2020, Bissendorfer Moor.  Wir haben Herbst und bei dem Nieselwetter lassen sich kaum Vögel blicken, zumindest finde ich keine entsprechenden Fotomotive. Stattdessen zeigen sich einige Pilze sehr fotogen.


17. Oktober 2020, Hannover.  Auf unserem morgendlichen Spaziergang sehen wir völlig überraschend zwei kleine Trupps von Rebhühnern.


15. Oktober 2020, Hannover.  Ich war auf Helgoland, und es war noch (!) besser als erwartet. Da war zunächst das Wetter, das dann doch dafür gesorgt hat, dass die Tour nach Neuwerk, die ich als Zwischenstopp für die Anreise von Cuxhaven aus geplant hatte, nicht stattfinden konnte. Wer mich schon länger kennt, weiss, dass ich den Zugvogeltagen des niedersächsichen Wattenmeeres besonders verbunden bin, insofern war es schade, dass ich nur die Aktiven an der Kugelbake besuchen konnte.

Aber Cuxhaven zeigte sich an dem eigentlich für Neuwerk verplanten Tag sehr überzeugend mit blauem Himmel und einigen Vögeln:

Ich zeige die Bilder von Helgoland hier.


3. Oktober 2020, Hallerniederung. Wir haben uns den Tag etwas freudlicher vorgestellt, aber immehin regnet es nicht. Wir wandern in der Hallerniederung südlich von Völksen.

Während der Zugzeit sind hier große Schwärme von Kleinvögeln zu erwarten, mit etwas Glück. Immerhin sehen wir circa 40 Kiebitze, 50 Stieglitze, einige Bluthänflinge, Feldlerchen und der Star des Tages ist eine weibchenfarbene Kornweihe. Die nachfolgenden Bilder zeigen die Landschaft mit einigen der Zugvögel, links oben sehen wir einen Trupp Kiebitze, dann die Kornweihe und anschließend Stieglitze.


September 2020

30. September 2020, Hannover Innenstadt. Ich habe gehört, dass sich ein Wanderfalke regelmäßig auf dem Kirchturm der Neustädter Kirche aufhält. Und heute passt es, ich gehe mal schauen. Als ich am Leineufer ankomme, sehe ich, dass sich am Ufer der Leine etwas bewegt. Es ist eine junge Gebirgsstelze. 

Sehr schön. Dann hat es mit der Brut offenbar geklappt. ( Siehe Bilder vom 1. Juni 2020). Ich mache einige Foros und dann entdeckt der Vogel mich. Er ruft und bekommt Antwort. Nach einem "Wortwechsel" fliegt der Jungvogel auf das Dach des Landtagsgebäudes. Ich kann ihn nicht mehr entdecken, aber dafür zwei leuchtend gelbe Stelzen. Zuerst denke ich an Schafstelzen, aber ich habe mich belehren lassen, dass es Gebirgsstelzen sind, was auch auch besser zur Beobachtung und zum Biotop passt. Dann sind es vermutlich die Eltern.

Der Wanderfalke lässt sich dann auch noch blicken, allerdings erst nachdem ich ca. ein Stunde spazieren gegangen bin. Im nachlassenden Abendlicht setzt er sich auf das Kreuz der Neustädter Kirche.


27. September 2020, Meißendorfer Teiche, grau ist es, aber es regnet (doch) nicht und wir genießen unseren langen Spaziergang. Wir sehen die erste größere Gruppe von Kranichen in diesem Herbst. Und spätenstens als Kraniche und Gänse gleichzeitig in der Luft sind, spüren wir, was den Vogelzug so beeindruckend macht. Die häufigsten Vögel im Gebiet sind heute, neben den abgebildeten Graugänsen und Kranichen, Buntspechte, Kormorane und Höckerschwäne. Das Bild oben rechts zeigt einen weissen und einen grauen Jungschwan. Die weissen Jungschwäne, auch als "Polnische Schwane" bezeichnet, haben auch helle Füsse, was ich auf den Foto nicht erkennen kann. Und die fotogenen Fliegenpilze sorgen einfach für etwas Farbe.

Die Schellenten, eine Besonderheit der Meißendorfer Teiche, sehen wir natürlich, weiterhin Schnatter-,  Krick-, Pfeif-,Tafel-, Reiher- und Stockenten und einen Zwergtaucher.


26. September 2020, Klärteiche Lehrte, der morgendliche Ausflug zur Vogelbeobachtung führt uns erneut an die Zuckerteiche Lehrte. Für das Wochenende ist sehr ergiebiger Regen angesagt. Und wir hoffen darauf, dass vielleicht einige Zugvögel an den Klärteichen rasten. Begrüßt werden wir von einem Reh, das uns etwas ungläubig ansieht. Dann finden wir hauptsächlich diejenigen Vögel, die über den Sommer im Gebiet gebrütet habe. Die Schwanenfamilie hält als Gruppe zusammen. Und endlich schaffe ich es, eine Wasserralle zu fotografieren. Das Bild ist dunkel und auf den ersten Blick sieht man nichts, aber dann, wenn man genauer hinsieht, sind doch alle wesentlichen Merkmale erkennbar. Und dann ziehen doch noch ca. 40 Buchfinken durch und drei Saatgänse fliegen ein.

Hier noch einige Bilder der vielen Enten, gesehen haben wir Schnatter-, Löffel-, Krick-, Pfeif-,Tafel-, Reiher- und Stockenten, dazu ein kleiner Zwergtaucher.


19. September 2020, Hannover. Ich habe einen Tipp bekommen und diesen kleinen Waldkauz gefunden. Als ich um die Mittagszeit ankam, war das Licht zu grell und der schläfrige Kauz schaute nur mit einem Auge heraus aus seiner Baumhöhle. Immerhin. Ich habe mich dennoch sehr über die Beobachtung gefreut, denn ich hatte vorher noch nie einen Kauz bei Tag gesehen. Als ich einige Stunden später noch einmal zum Baum komme, ist das Licht besser und er schaut immerhin ganz kurz in meine Richtung.


19. September 2020, Klärteiche Lehrte, der morgendliche Ausflug zur Vogelbeobachtung führt uns an die Zuckerteiche Lehrte. Endlich ergibt sich mal wieder Gelegenheit für ein Wimmelbild mit vielen Arten. Auf dem Foto sind mindestens Grau- und Silberreiher, Höckerschwäne, Graugänse, Krick- Pfeif- und Schnatterenten (die Löffelenten waren weiter hinten im Becken und die Zwergtaucher zumindest nicht zu sehen), Kiebitze, Bekassinen und ein Alpenstandläufer.

Bei dem kleinen Trupp von Kleinvögeln, der sich in einen kahlen Baum setzt, sind wir nicht sicher, weil wir im Gegenlicht keine Farben sehen, wir meinen Grünfinken gehört zu haben. Ich gehe um die Büsche herum und bin aufgrund des Fotos eher für Bluthänflinge, wenn ich den oberen Jungvogel ansehe.

Zum Abschluss noch ein paar Herbstbilder. An der Futterstelle fanden sich eine Heckenbraunelle und drei Gimpel, eine Gruppe von Grünfinken, eine Sumpf- oder Weidenmeise, Blau- und Kohlmeisen, eine Goldammer sowie ein Rotkehlchen ein. Leider nicht alle gleichzeitig - und zu dunkel ist es dort unter den Bäumen auch. Die Sumpfmeise ist eine von den beiden, die wir schon vorn am Weg gesehen haben.


19. September 2020, Grasdorfer Leinemasch, der Tag ist so wunderschön, keineswegs geeignet, um ihn drinnen zu verbringen. Und da ich nicht sicher bin, ob ich es am kommenden Wochenende einrichten kann, in die Grasdorfer Leinemasch zu fahren, entscheide ich mich, heute auch noch für mein Monatsfoto der Grasdorfer Leinemasch nach Laatzen zu fahren. Viele Vögel sind nicht da. Aber ein Fuchs stellt sich für das Monatsfoto zur Verfügung. Er fängt Mäuse und wird dabei von Rotmilan, Bussard und Turmfalken interessiert beobachtet. Auch die Feldhasen haben ihn im Blick, lassen sich aber nicht vertreiben.


August 2020

30. August 2020, Steinhuder Meer. Der Vogelzug hat begonnen und er hat uns ein magisches Wochenende beschert. Es beginnt am Samstag damit, dass ich erst mals Mornellregenpfeifer sehe. Sie zeigen sich, allerdings leider nicht fotogen.

Heute, am Sonntag sind wir früh aufgestanden. Als wir am Steinhuder Meer ankommen, ist der Frühnebel noch nicht abgezogen und die Vögel des Glücks, die Kraniche, begrüßen uns mit ihren charakteristischen Rufen. Auch die Adler sitzen in ihren Bäumen, ihr Horst ist verschwunden, vermutlich ist er dem letzten Sturm zum Opfer gefallen.

Es ist ein wunderschöner Tag, die Wasserflächen sind ganz glatt, neben Gänsen und Enten sind auch etliche Limikolen dort. Allerdings können wir aufgrund der Entfernung und des leichten Flimmers die winzigen Limikolen am gegenüberliegenden Ufer des Teiches nicht sicher als Sichelstrandläufer bestimmen.

Wir haben sehr viele Kleinvögel gesehen, zum Beispiel Braun-, Schwarz- und Blaukehlchen,  einige Limikolen, z.B. Bekassinen, Bruchwasserläufer, Kampfläufer und Kiebitze,  sowie viele Greifvögel, Mäusebussard, Wespenbussard, Turm- und Wanderfalke, Fisch- und Seeadler, Rot- und Schwarzmilan und Rohrweihen. Dabei war die Wespenbussard-Sichtung so ein Erlebnis, das man wohl nur wenige Male im Beobachterleben erwarten kann.

Wir machen eine Pause am Meerbruch, dort freuen wir uns zunächst über den Schilfrohrsänger und entdecken dann plötzlich zwei Wespenbussarde über uns. Sie kommen nicht allein, insgesamt kreisen plötzlich bei blauem Himmel 17 Wespenbussarde in niedriger Höhe über uns. 

Später tauchen mehr Trupps auf, die maximale Anzahl von Wespenbussarden, die wir gemeinsam sehen, ist 35. Nachfolgend stelle ich noch ein paar der vielen Fotos ein, man kann einige der verschiedenen Gefiederzeichnungen vergleichen. Ich bin so beeindruckt vom Vogelzug, dass ich im Nachgang schaue, welche Wetterlage am 30. August 2020 vorliegt und ob noch mehr ziehende Wespenbussarde gemeldet werden. Das Ergebnis ist: Ja auf Fehmarn werden bis zu 1.240 Wespenbussarde gemedet. Die Darstellungen findet man hier.


Zum Schluss füge ich noch ein paar Schmetterlinge,  diesmal ein C-Falter und ein Admiral, ein. Zusätzlich ließ sich noch eine Hornisse blicken.


29. August 2020, Mornellregenpfeifer. Seit ein paar Tagen sind Mornellregenpfeifer unterwegs. Kleine Trupps rasten auf Ackerflächen. Sie zeigen sich zwar, aber leider nur als winzige Punkte. Immerhin fliegen 17 Mornellregenpfeifer ein, leider sind sie trotz Fachkenntnis und gutem optischen Gerät nicht zu finden. Immerhin: Ich hatte vorher noch keine gesehen und freue mich über die erste Sichtung. Auch zeigen sich einige Steinschmätzer, Braunkehlchen, Stelzen und Hänflinge.


23. August 2020, Klärteiche Lehrte . Der heutige morgendliche ornithologische Spaziergang führt uns in das Gebiet der Klärteiche Lehrte. Die ersten Limikolen sind unterwegs.

Viele Vögel sind bereits abgezogen: Wir haben keine Rothalstaucher mehr gesehen, hoffentlich haben die vier (drei + eins) fast flüggen Jungvögel es geschafft. Die Rohrweihen haben das Gebiet schon vor einiger Zeit verlassen und die junge Rohrweihe, von der ein anderer Beobachter erzählt, lässt sich nicht blicken. Ebenfalls abgezogen sind die vielen Rohrsänger.

Noch im Gebiet sind beispeilsweise die Zwergtaucher, Höckerschwäne, Wasser.und Blässrallen und einige Enten. Die Mehl- und Uferschwalben sind schon dabei, den Wegzug vorzubereiten und der einzelne Mauersegler ist dafür schon etwas spät dran.

Ein Eisvogel fischt zu unserer Freude und Überraschung in der Ecke eines der Teiche, leider etwas zu weit entfernt. Aber besonders freuen wir uns über über die Limikolen, also über etwa 25 Bekassinen, 3 Waldwasserläufer und einen Bruchwasserläufer.


16. August 2020, Grasdorfer Leinemasch Heute führt unser morgendlicher Spaziergang mal wieder in die Grasdorfer Leinemasch. Im August darf man nicht zu viel erwarten, die Brut ist fast durch, nur wenige Vögel singen und der Vogelzug beginnt gerade erst. Da freuen wir uns sehr, schon gleich zu Beginn Grasmücken, Neuntöter und einen Grauschnäpper zu sehen.
Einige Pflanzen und eine Libelle bieten sich zwar als Fotomotive an, insgesamt lässt die flimmernde Luft leider, zumindest bei den weiter entfernten Motiven, nur Belegfotos zu.

Highlight des Tages sind aber die Fischadler. Zwei  sitzen in der Adlerbaumgruppe, sie fliegen nach Westen davon. Einige Zeit später kommt einer zurück, er hat einen Fisch in den Fängen und wird von einem Mäusebussard verfolgt. Der Bussard muss aufgeben und der Fischadler setzt sich seinerseits in auf den kahlen Baum in der Baumgruppe, um den Fisch zu verzehren. Während wir vom Beobachungsturm aus kreisende Rot-und Schwarzmilane im Westen betrachten ziehen zwei weitere Fischadler durch.


8. August 2020, Grasdorfer Leinemasch  Am neuen Schlag versammeln sich die Mehlschwalben, nachdem die Mauersegler schon weg sind, werden sich auch die Schwalben bald verabschieden. Wenn der Trupp von ca. 40 Vögeln direkt in der Nachbarschaft der Haltestelle ihre Brutzplätze hat, bin ich ganz froh.

So sehr viele Vögel sind nicht auf der Überschwemmungsfläche, immerhin kann ich je einen Rotmilan, Turmfalken, Mäusebussard und einen überfliegenden Fischadler melden. Die meisten Vögel sind Ringeltauben und Rabenkrähen, aber ich sehe einen Gimpel im Gebüsch und ein weiterer ruft.

Einen jungen Fasan hatte ich noch nie gesehen, auch wenn das Foto nicht perfekt ist, nehme ich es mit auf und ich füge auch das Belegfoto vom Fischadler ein. Insgesamt war es ein schöner Ausflug zu Beginn eines Sehr heissen Tages (35 Grad).


5. August 2020, Berggarten An sich bin ich im Berggarten, um zu probieren, ob ich Blumen finde, die ich kreativ fotografieren kann, so zwischen Fotografie und Malerei. Nicht ganz einfach für mich. Ich übe noch. Da trifft es sich ganz gut, dass ich die nachfolgenden Teichhühner treffe. Offenbar hat die große Schwester (ich kenne das Geschlecht natürlich nicht) die Versorgung des kleinen Küken übernommen. Insgesamt sind zwei Altvögel auf dem Teich, vier Minis und zwei Jungvögel, die je eines der kleinen Küken betreuen. Zwei bleiben bei den Eltern. Währen die Jungvögel sich sehr fürsorglich kümmern, werden die Kleinen, die bei den Altvögeln betteln, immer mal wieder gebissen.

Und hier kommen einige der Blumenfotos aus den Staudenbeeten des Berggartens. Ich arbeite dran.


Juli 2020

28. Juli 2020, Region Hannover Offenbar ist die Brut der Bienenfresser beendet. Wir entdecken eine Familie in einer Baumgruppe. Im großen kahlen Baum sitzen sie frei und gut sichtbar, so dass ich einige Fotos schießen kann, bevor sie weiterziehen. Die beiden rechte Vögel sind Stare. Ich habe nicht die ganze Familie (vier Vögel) zusammen fotografieren können, weil mindestens zwei stets in der Luft waren oder sich im stark belaubten Baum einige Meter weiter aufhielten.

Die kleinen Uferschwalben werden auch bald ausfliegen.


22.7.2020 Eiderstest, ein Besuch im kleinen Naturschutzgebiet Wester-Spätinge. Leider ergab sich die Gelegenheit so kurzfristig, dass ich in Bezug auf die Optik nicht optimal ausgerüstet war. Zum Glück sind die Löffler so groß, dass man sie auch mit einer einfachen Kamera fotografieren kann. Den Grünschenkel kann ich nicht belegen und dasselbe gilt für die verschiedenen Entenarten.

Die folgenden beiden Bilder sind vom Deich aus aufgenommen. Der Blick links geht über das Vorland auf die Nordsee und rechts über die Westerspätinge mit den Löfflern landeinwärts.

Eine männliche Rohrweihe zeigt sich bei der Jagd. In der Gegend treffe ich regelmäßig Weihen, die Bilder von der Wiesenweihe und der jungen Rohrweihe stammen von einem früheren Besuch.


19. Juli 2020, Klärteiche Lehrte. Zwerg- und Rothalstaucher sind die Stars des Tages. Leider ist das Nest der kleinen Zwergtaucherfamilie ganz am anderen Ende des Teiches. Aber im Spektiv immerhin ist das winzige Zwergtaucher-Küken gut zu sehen, im Gefieder des Elternteils und beim Versuch ins Nest zu klettern.

Wir sehen eine Rothalstaucher-Familie mit drei Küken und auf dem Teich schräg gegenüber ein Küken, das mit einem Elterntier unterwegs ist.

Mehrere Familien von Blesshühner sind unterwegs. Diese drei versammlen sich zeitweilig auf dem Nest. Aber das Rufen und Betteln vom Nest aus nützt nichts, sie müssen mindestens aufs Wasser, wenn sie versorgt werden wollen.

Die Libellen und Schmetterlinge sind gut bekannt. Ich habe sie fotografiert, weil sie sich gerade als Fotomotiv anboten. Die Goldaugenbremse hingegen ist einfach faszinierend anzusehen. Dass mich in den letzten Tagen gerade zwei Bremsen gestochen haben, ist eher Zufall. Der Stich ist unangehm und Bremsen können auch Krankheiten übertragen, aber abgesehen davon: Die Augen sind faszinierend, oder?

Ebenso faszinierend sind die Blüten bzw. der Fruchtstand der Wilden Möhre.


Das nachfolgende Foto des Teichrohrsängers bringt mich zum Schmunzeln, wenn man im Schilf oder Blattwerk nach einem Vogel sucht, so passiert es nicht selten, dass man zwischen den vielen Halmen in ein Auge blickt. - Und schon ist er hinter dem nächsten Blatt verschwunden.


18. Juli 2020, Hermann Löns Park. Eine weibliche Brautente und eine Mandarinente zeigen sich heute ganz nah. So kann man die Ähnlichket und auch die Unterschiede der beiden Arten mal genau ansehen.

Den kleinen Hirsch habe ich im benachbarten Tiergarten gesehen, wenn er etwas größer wäre, hätte ich das Hufescharren ernster genommen. Als ich nicht reagiere grast er in aller Ruhe weiter.


16. Juli 2020, List, am Mittellandkanal. Nach langen Jahren ist mit Neowise erstmals wieder ein Komet am Himmel, den man mit blossen Augen sehen kann. Ich kann mich nur an einen Kometen erinnern, an Hale Bopp aus dem Jahr 1997. Noch heute denke ich hin und wieder an den Doppelschweif, der monatelang am Himmel zu sehen war, oben in Schleswig-Hostein, wo man die Milchstrasse gut sehen kann. Nachfolgend zeige ich zwei Fotos, eher Belegfotos. Auf dem linken Foto ist zu erkennen, dass der Neowise an diesem Abend deutlich blasser ist als die Sterne des großen Wagen, das mag daran liegen, dass es so knapp über dem Horizont heller ist. Ich habe ihn allerdings ein paar Tage vorher an etwa derselben Stelle gesehen und würde sagen, dass er inzwischen blasser geworden ist. In ein paar Tagen wird er der Erde sehr nah kommen (etwa 100 Mio km). Wir dürfen gespannt sein, welches Bild sich uns dann bietet.


13. Juli 2020, Schrebergärten List. Unterwegs in den Schrebergärten der List, im Frühjahr habe ich mich über die ankommenden Gartenrotschwänze, Girlitze, Nachtigallen und Mauersegler gefreut, jetzt singen sie nicht mehr (so oft). Entsprechend schwer sind sie zu finden. Über die nachfolgenden Bilder habe ich mich daher sehr gefreut.


12. Juli 2020, Mergelgrube Bilm.  Neben den zu erwartenden Vögeln hoffe ich auf Schwalbenschwänze und bunte Blühstreifen.

Schwarzkehlchen und Dorngrasmücken, Goldammern, Feldlerchen, Stieglitze und Bachstelzen sind die wichtigsten Vögel des Gebietes. Dazu Rotmilan und Turmfalke, heute kommen noch Schwarzmilan und ein überfliegender Seeadler dazu.

Auf dem letzten Bild ist der beeindruckende Größenunterschied zwischen Seeadler und Mäusebussard zu erkennen. Der Seeadler ist noch nicht ausgewachsen, seine Schwanzfedern sind noch nicht rein weiss, sondern haben noch einen dunklen Rand, was auf dem linken Bild zu erkennen ist.

Erst zuhause habe ich die gelb-schwarzen Raupen entdeckt, offenbar sind es Jakobskrautbär-Raupen. Die gelbe Pflanze scheint das für das Vieh giftige Jacobskreuzkraut zu sein. Da ich mich weder mit Pflanzen noch mit Raupen auskenne, gebe ich das hier unter Vorbehalt wieder. Die Wegwarte allerdings kenne ich und fotografiere sie wegen der zarten Strukturen sehr gern.


10. Juli 2020, Koldingen.  Großer Koldinger See, die ganze Woche über war schlechtes Wetter und auch am späten Freitagnachmittag regnet es noch heftig und der Himmel ist von dunklen Wolken bedeckt. Aber wir vertrauen der Wettervorhersage und machen uns auf den Weg zu den Koldinger Teichen. Auf dem großen See ist nicht viel los, einige Enten, recht viel Blässhühner, einige Schwäne, Haubentaucher, Grau-und Silberreiher sowie drei Brandgänse. Wir freuen uns an der schönen Lichtstimmung.


5. Juli 2020, Grasdorfer Leinemasch. Wir sind sehr überrascht als wir schon an der Brücke über die Leine ein Sperberpärchen entdecken. Das Weibchen rüttelt über uns. Wenn man die Größe nicht so recht einschätzen kann, sind sich die beiden Arten Habicht und Sperber doch sehr ähnlich. Nach Abwägen der verschiedenen Merkmale, insbesondere es geraden Schwanzes, gehe ich nun davon aus, dass es Sperber waren, auch wenn ich diese gewöhnlich nicht kreisend kenne, aber sie waren ja nicht auf der Jagd und haben offenbar auf einander gewartet.

Und es geht weiter mit den Greifvögeln. Zuerst lassen sich ein Turmfalke und ein Mäusebussard blicken und dann kreisen 11 Milane, davon mindestens drei Schwarzmilane, um die Baumgruppe. Wir können uns gar nicht sattsehen. Sie sitzen in den Bäumen, schweben duch die Luft und zwischendurch mischen sich dann auch noch Weißstörche darunter.

So schön angeleuchtet hatte ich den Falkenturm in Laatzen noch nicht gesehen. Die Falkenfamilie (in diesem Jahr drei flügge Jungvögel) haben wir auf unserem Rückweg auch zum Teil gesehen.


4. Juli 2020, Grasdorfer Leinemasch. Schon recht früh morgens sind wir unterwegs. Wir freuen uns, dass wir uns als kleine Gruppe von Vogel-und Naturfreunden zu einem Spaziergang auf Abstand in der Leinemasch treffen können und sind gespannt, was uns erwartet.

Einer der beeindruckendsten Vögel des morgendlichen Spaziergangs ist ein Sumpfrohrsänger, der sehr lange in einem winzigen Schilfgebiet direkt neben dem Weg singt. Er klingt ein wenig wie ein Gelbspötter. Zu sehen ist er nicht. Aber mit viel viel Geduld und einiger Übung gelingt dann doch noch ein Foto. Die anderen Vögel machen es uns leichter. 12 Störche haben sich auf einer Wiese versammelt und im Luftraum kreisen mindestens 3 Schwarz- und 5 Rotmilane. Die Haubentaucher haben ein Junges, das im Gefieder des Altvogels mitschwimmen darf.

Der Star des Morgens ist jedenfalls ein junges Rotkehlchen. Es ist so zutraulich, dass es fast zwischen unseren Füssen krabbelt. Mir gefällt das Bild, auf dem es anscheinend vorsichtig neugierig hinter den Brombeerblättern hervorschaut. So scheu war es gar nicht. Stattdessen hat es sich quasi als Fotomodell zur Verfügung gestellt.


2. Juli 2020, Klärteiche Lehrte. Wir lassen uns von Wolken und Regenschauern nicht vom abendlichen Gang durch das Gebiet abhalten. Wir möchten gern schauen, wie es den kleinen Rothalstauchern geht.

Wir finden eine Familie mit drei Küken, und auf dem anderen Teich ein Junges zusammen mit einem adulten Tier. Das Licht ist nicht besonders gut und die Vögel recht weit weg, die hier eingestellten Fotos sind keine Glanzlichter, aber kleine Rothalstaucher sieht man ja nicht alle Tage, insofern freue ich mich dennoch sehr über die Sichtung. Und natürlich darüber, dass es offenbar mit der Brut soweit geklappt hat. Am 13. Juni hatten wir beobachtet, wie die Rothalstaucher noch die Eier wendeten.


Juni 2020

27. Juni 2020, Annateich. Wir lassen uns überraschen, was sich so blicken lässt. Eine Brautente soll sich hier aufhalten, diese sehen wir allerdings nicht und auch die Mandarinenten-Küken, von denen ein Spaziergänger berichtet, finden wir nicht. Dafür entdecken wir auf dem Rasen des Annastifts einen jungen Grünspecht. Er sucht nach Ameisen und sichert dazwischen immer wieder in alle Richtungen ab. Wir scheinen in ausreichender Entfernung zu stehen und er lässt sich durch uns nicht stören.

Eine Teichrohrsängerbrut war erfolgreich. Die kleinen eingezäunten Schilfeinheiten (auf dem oberen Bild ist eines abgebildet) scheinen als Biotop auszureichen. Die Jungen sind gerade flügge und die Familie ist aktuell im Verbund unterwegs. Gegenüber singt unentwegt ein Teichrohrsänger. Offenbar sucht er noch nach einem Partner.


Frühere Beobachtungen finden sich hier, im Archiv.

Wenn ihr eine besondere Beobachtung sucht, macht es ggfs. Sinn unter Hannover, direkt in den Gebieten zu schmökern.



Frühere Beobachtungen finden sich hier, im Archiv.