Island


In 2017 war Island Partnerland der Zugvogeltage des niedersächsischen Wattenmeeres, dabei wurde die Bedeutung des ostatlantischen Zugweges in vielen Facetten dargestellt, die isländische Schneeammer zierte als Wappenvogel alle Prospekte und Programmhefte. Hier ein Link.


100 Jahre Island (1918- 2018)

Island, ist ein in jeder Hinsicht junges Land, erdgeschichtlich jung, seit 874 besiedelt, seit 1918 ein eigenständiger Staat und seit 1944 Republik Island.

Die Botschaft von Island zeigt aus Anlass der 100-Jahr-Feier der Souveränität eine interaktive Multimedia-Ausstellung zu den Urgewalten der Natur, die auch heute noch die Insel formen und ihre Bewohnerinnen und Bewohner prägen. 1918 ist für Island ein Jahr dramatischer Ereignisse: Der Winter 1917/18 war ungewöhnlich lang und kalt, die spanische Grippe forderte Opfer, der gewaltige Vulkan Katla brach aus, und Island wurde ein unabhängiger Staat.

 

100 Jahr-Feier in der Harpa am 1.12.2018und hier ein Auszug

 

Ein sehr ansprechender historischer Film zu 100 Jahre Unabhängigkeit Islands ist verfügbar in

englischer und isländischer Sprache.

 


Vor dem Gemeinschaftshaus der nordischen Botschaften in Berlin (Rauchstrasse 1), dem Felleshus, wurde ein großer Stein aufgestellt, er stammt von den Westmännerinseln, entstanden beim Ausbruch des Vulkans Eldfell, der am 23.Januar 1973 begann. Der Stein ist damit einer der derzeit jüngsten Felsbrocken Europas. Der Vulkanausbruch auf den Westmännerinseln ist einer der dramatischten Ausbrüche, da er wenige hundert Meter ausserhalb der Stadt Heimaey erfolgte und die sofortige (erfolgreiche) Evakuierung der Einwohner erforderte.  Neben Katla (zuletzt 1918) und Ejafjallajökull ist auch die Hekla immer wieder aktiv und sorgt für eine Mischung aus Faszination und Beunruhigung.


Einige Impressionen

Reykjavik

Dieses Bild ist zu Beginn der Weihnachstszeit aufgenommen, der Blick zeigt gleichzeitig einen Teil des alten Stadtkerns, den Hausberg Esja und das Naherholungs- und Vogelschutzgebiet Vatnsmyri. Würde man etwas weiter nach rechts schwenken, käme die Hallgrimskirche ins Bild, weiter nach links das Rathaus, der Dom und im Hintergrund das neue Konzerthaus Harpa. 


Thingvellir

Die Gegend um den historischen Platz Thingvellir, dem Ort der frühen traditionelle Volksversammlung Althing und einem der ersten Parlamente, ist auch für Vogelfreunde sehr interessant. Hier ein Brutgebiet für viele der isländischen Vogelarten. Eis- und Sterntaucher sind hier ebenso zu finden wie Mittelsäger, Odinshühnchen, Alpenschneehühner, Regenbrachvögel, Steinschmätzer, Rotdrosseln und viele mehr.

Ein Besuch in Thingvellier ist zu allen Jahreszeiten möglich.


Myvatn

Die Gegend um den Myvatn ist vulkanisch und geologisch sehr interessant, der See selber ein Vogelparadies. Seinen Namen hat er von den vielen Mücken, die sich dort zuweilen in Massen einfinden. Sie sind der Grund für den Nahrungsüberfluss, der die vielen Entenarten, unter anderem auch die nur in Island und Grönland vorkommende Spatelente (links unten ein großer Trupp in der Mauser), anzieht. Im Winter friert der See über große Bereiche zu und Reittouren auf dem See sind möglich.

 


Einige typische Island-Vögel

Eistaucher und Papgeitaucher sind neben dem Gerfalken, den ich leider noch nicht beobachten durfte die absoluten Highligts für Vogelbeobachter in Island. Aber auch Goldregenpfeifer und sowie Alpenschneehuhn und Tordalk lassen sich auf Island wunderbar beobachten. (von oben links nach unten rechts: Eistaucher, Papageitaucher, Ohrentaucher, Goldregenpfeifer, Alpenschneehuhn und Tordalk)


Neben Birkenzeisig (Carduelis flammea) und Rotdrossel (Turdus iliacus) haben sich die Bestände von Amsel (Turdus merula) und Star (Sturnus vulgaris) gut entwickelt und auch der isländische Zaunkönig (Troglodytes troglodytes), er ist etwas größer als die Mitteleuropäischen Verwandten, findet seinen Lebensraum.     

 

Neuerdings brüten im Süden Islands sogar Fichtenkreuzschnäbel (Luxia curvirostra), die von Vogelliebhabern mit etwas Winterfutter unterstützt werden. Man darf gespannt sein, ob der im Nadelwald, bevorzugt in Fichten, brütende Vogel in Island auf Dauer heimisch werden wird. Ein neuer Einwohner ist beispielsweise das Wintergoldhähnchen (Regulus regulus).

 


Vogelfelsen von Látrabjarg (Mittsommer 2016)
Die Steilküste Látrabjarg liegt im äussersten Westen der dünn besiedelten Westfjorde Islands.

Diesen Papageitaucher durfte ich zu Mittsommer 2016 am Latrabjarg im Licht der Mitternachtssonne fotografieren.


Beim Besuch in 2017 ist das Wetter leider nicht ganz so wunderschön, allerdings ist es trocken und hinreichend hell. In den Felsen nisten verschiedene Klippenbrüter: Trottellummen, Dickschnabellummen und Tordalks, Papageitaucher, Eissturmvögel und die Dreizehenmöwe. Der Papageitaucher unten rechts ist ganz schmutzig, offenbar hat er gerade noch an der Bruthöhle gebaut.



Interessiert an Island? Nachfolgend einige weiterführende Links

Hamburger Islandfreunde

Deutsch-Isländische Gesellschaft

Isländische Botschaft


http://icelandmonitor.mbl.is/    Nachrichten aus Island (englisch)

http://www.eldey.de/                  Nachrichten und Reiseinformationen (deutsch)

http://www.ni.is/                          Naturhistorisches Museum Reykjavik (isländisch/englisch)


Sind Sie an der isländischen Sprache interessiert?

http://isde.dict.cc/                                                                 Isländisches Wörterbuch

http://tungumalatorg.is/ifa/                                                isländisch für alle

http://icelandiconline.is/index.php                                    Isländischer Online-Kurs

http://www.islaendisch-lernen.de/stefan-drabek/          Isländisch lernen (deutsch)

http://www.nordkolleg.de/                                                  Nordkolleg Rendsburg, Sprachen und mehr