Vogel-Blog-Aktuelle Bilder


Bilder des letzten Jahres. Was kann man zu dieser Zeit erwarten?


September 2020

27. September 2020, Meißendorfer Teiche, grau ist es, aber es regnet (doch) nicht und wir genießen unseren langen Spaziergang. Wir sehen die erste größere Gruppe von Kranichen in diesem Herbst. Und spätenstens als Kraniche und Gänse gleichzeitig in der Luft sind, spüren wir, was den Vogelzug so beeindruckend macht. Die häufigsten Vögel im Gebiet sind heute neben den abgebildeten Graugänsen und Kranichen sowie heute den Buntspechten Kormorane und Höckerschwäne. Das Bild oben rechts zeigt einen weissen und einen grauen Jungschwan. Die weissen Jungschwäne, auch als Polnische Schwane" bezeichnet, haben auch helle Füsse, was ich auf den Foto nicht erkennen kann. Und die fotogenen Fliegenpilze sorgen einfach für etwas Farbe.

Die Schellenten, eine Besonderheit der Meißendorfer Teiche, sehen wir natürlich, weiterhin Schnatter-,  Krick-, Pfeif-,Tafel-, Reiher- und Stockenten.


26. September 2020, Klärteiche Lehrte, der morgendliche Ausflug zur Vogelbeobachtung führt uns erneut an die Zuckerteiche Lehrte. Für das Wochenende ist sehr ergiebiger Regen angesagt. Und wir hoffen darauf, dass vielleicht einige Zugvögel an den Klärteichen rasten. Begrüßt werden wir von einem Reh, das uns etwas ungläubig ansieht. Dann finden wir hauptsächlich diejenigen Vögel, die über den Sommer im Gebiet gebrütet habe. Die Schwanenfamilie hält als Gruppe zusammen. Und endlich schaffe ich es, eine Wasserralle zu fotografieren. Das Bild ist dunkel und auf den ersten Blick sieht man nichts, aber dann, wenn man genauer hinsieht, sind doch alle wesentlichen Merkmale erkennbar. Und dann ziehen doch noch ca. 40 Buchfinken durch und drei Saatgänse fliegen ein.

Hier noch einige Bilder der vielen Enten, gesehen haben wir Schnatter-, Löffel-, Krick-, Pfeif-,Tafel-, Reiher- und Stockenten, dazu ein kleiner Zwergtaucher.


19. September 2020, Hannover. Ich habe einen Tipp bekommen und diesen kleinen Waldkauz gefunden. Als ich um die Mittagszeit ankam, war das Licht zu grell und der schläfrige Kauz schaute nur mit einem Auge heraus aus seiner Baumhöhle. Immerhin. Ich habe mich dennoch sehr über die Beobachtung gefreut, denn ich hatte vorher noch nie einen Kauz bei Tag gesehen. Als ich einige Stunden später noch einmal zum Baum komme, ist das Licht besser und er schaut immerhin ganz kurz in meine Richtung.


19. September 2020, Klärteiche Lehrte, der morgendliche Ausflug zur Vogelbeobachtung führt uns an die Zuckerteiche Lehrte. Endlich ergibt sich mal wieder Gelegenheit für ein Wimmelbild mit vielen Arten. Auf dem Foto sind mindestens Grau- und Silberreiher, Höckerschwäne, Graugänse, Krick- Pfeif- und Schnatterenten (die Löffelenten waren weiter hinten im Becken und die Zwergtaucher zumindest nicht zu sehen), Kiebitze, Bekassinen und ein Alpenstandläufer.

Bei dem kleinen Trupp von Kleinvögeln, der sich in einen kahlen Baum setzt, sind wir nicht sicher, weil wir im Gegenlicht keine Farben sehen, wir meinen Grünfinken gehört zu haben. Ich gehe um die Büsche herum und bin aufgrund des Fotos eher für Bluthänflinge, wenn ich den oberen Jungvogel ansehe.

Zum Abschluss noch ein paar Herbstbilder. An der Futterstelle fanden sich eine Heckenbraunelle und drei Gimpel, eine Gruppe von Grünfinken, eine Sumpf- oder Weidenmeise, Blau- und Kohlmeisen, eine Goldammer sowie ein Rotkehlchen ein. Leider nicht alle gleichzeitig - und zu dunkel ist es dort unter den Bäumen auch. Die Sumpfmeise ist eine von den beiden, die wir schon vorn am Weg gesehen haben.


19. September 2020, Grasdorfer Leinemasch, der Tag ist so wunderschön, keineswegs geeignet, um ihn drinnen zu verbringen. Und da ich nicht sicher bin, ob ich es am kommenden Wochenende einrichten kann, in die Grasdorfer Leinemasch zu fahren, entscheide ich mich, heute auch noch für mein Monatsfoto der Grasdorfer Leinemasch nach Laatzen zu fahren. Viele Vögel sind nicht da. Aber ein Fuchs stellt sich für das Monatsfoto zur Verfügung. Er fängt Mäuse und wird dabei von Rotmilan, Bussard und Turmfalken interessiert beobachtet. Auch die Feldhasen haben ihn im Blick, lassen sich aber nicht vertreiben.


12. September 2020, Hannover. Ich komme gerade nicht zur Vogelbeobachtung, daher stelle ich Fotos von zwei Orten mitten in Hannover ein. Das linke Bild zeigt das Leineufer und das rechte das Nordufer des Maschsees.


August 2020

30. August 2020, Steinhuder Meer. Der Vogelzug hat begonnen und er hat uns ein magisches Wochenende beschert. Es beginnt am Samstag damit, dass ich erst mals Mornellregenpfeifer sehe. Sie zeigen sich, allerdings leider nicht fotogen.

Heute, am Sonntag sind wir früh aufgestanden. Als wir am Steinhuder Meer ankommen, ist der Frühnebel noch nicht abgezogen und die Vögel des Glücks, die Kraniche, begrüßen uns mit ihren charakteristischen Rufen. Auch die Adler sitzen in ihren Bäumen, ihr Horst ist verschwunden, vermutlich ist er dem letzten Sturm zum Opfer gefallen.

Es ist ein wunderschöner Tag, die Wasserflächen sind ganz glatt, neben Gänsen und Enten sind auch etliche Limikolen dort. Allerdings können wir aufgrund der Entfernung und des leichten Flimmers die winzigen Limikolen am gegenüberliegenden Ufer des Teiches nicht sicher als Sichelstrandläufer bestimmen.

Wir haben sehr viele Kleinvögel gesehen, zum Beispiel Braun-, Schwarz- und Blaukehlchen,  einige Limikolen, z.B. Bekassinen, Bruchwasserläufer, Kampfläufer und Kiebitze,  sowie viele Greifvögel, Mäusebussard, Wespenbussard, Turm- und Wanderfalke, Fisch- und Seeadler, Rot- und Schwarzmilan und Rohrweihen. Dabei war die Wespenbussard-Sichtung so ein Erlebnis, das man wohl nur wenige Male im Beobachterleben erwarten kann.

Wir machen eine Pause am Meerbruch, dort freuen wir uns zunächst über den Schilfrohrsänger und entdecken dann plötzlich zwei Wespenbussarde über uns. Sie kommen nicht allein, insgesamt kreisen plötzlich bei blauem Himmel 17 Wespenbussarde in niedriger Höhe über uns. 

Später tauchen mehr Trupps auf, die maximale Anzahl von Wespenbussarden, die wir gemeinsam sehen, ist 35. Nachfolgend stelle ich noch ein paar der vielen Fotos ein, man kann einige der verschiedenen Gefiederzeichnungen vergleichen.

Ich bin so beeindruckt vom Vogelzug, dass ich im Nachgang schaue, welche Wetterlage am 30. August 2020 vorliegt und ob noch mehr ziehende Wespenbussarde gemeldet werden. Das Ergebnis ist: Ja auf Fehmarn werden bis zu 1.240 Wespenbussarde gemedet. Die Darstellungen findet man hier.

Zu unserer Überraschung gesellt sich der vorher beobachtete Wanderfalke dazu und zwei Schwarzstörche kreisen ebenfalls mit. Im Luftraum haben wir ausserdem Rotmilan, Rohrweihe und Fischadler.


Zum Schluss füge ich noch ein paar Schmetterlinge,  diesmal ein C-Falter und ein Admiral, ein. Zusätzlich ließ sich noch eine Hornisse blicken.


29. August 2020, Mornellregenpfeifer. Seit ein paar Tagen sind Mornellregenpfeifer unterwegs. Kleine Trupps rasten auf Ackerflächen. Sie zeigen sich zwar, aber leider nur als winzige Punkte. Immerhin fliegen 17 Mornellregenpfeifer ein, leider sind sie trotz Fachkenntnis und gutem optischen Gerät nicht zu finden. Immerhin: Ich hatte vorher noch keine gesehen und freue mich über die erste Sichtung. Auch zeigen sich einige Steinschmätzer, Braunkehlchen, Stelzen und Hänflinge.


23. August 2020, Klärteiche Lehrte . Der heutige morgendliche ornithologische Spaziergang führt uns in das Gebiet der Klärteiche Lehrte. Die ersten Limikolen sind unterwegs.

Viele Vögel sind bereits abgezogen: Wir haben keine Rothalstaucher mehr gesehen, hoffentlich haben die vier (drei + eins) fast flüggen Jungvögel es geschafft. Die Rohrweihen haben das Gebiet schon vor einiger Zeit verlassen und die junge Rohrweihe, von der ein anderer Beobachter erzählt, lässt sich nicht blicken. Ebenfalls abgezogen sind die vielen Rohrsänger.

Noch im Gebiet sind beispeilsweise die Zwergtaucher, Höckerschwäne, Wasser.und Blässrallen und einige Enten. Die Mehl- und Uferschwalben sind schon dabei, den Wegzug vorzubereiten und der einzelne Mauersegler ist dafür schon etwas spät dran.

Ein Eisvogel fischt zu unserer Freude und Überraschung in der Ecke eines der Teiche, leider etwas zu weit entfernt. Aber besonders freuen wir uns über über die Limikolen, also über etwa 25 Bekassinen, 3 Waldwasserläufer und einen Bruchwasserläufer.


16. August 2020, Grasdorfer Leinemasch Heute führt unser morgendlicher Spaziergang mal wieder in die Grasdorfer Leinemasch. Im August darf man nicht zu viel erwarten, die Brut ist fast durch, nur wenige Vögel singen und der Vogelzug beginnt gerade erst. Da freuen wir uns sehr, schon gleich zu Beginn Grasmücken, Neuntöter und einen Grauschnäpper zu sehen.
Einige Pflanzen und eine Libelle bieten sich zwar als Fotomotive an, insgesamt lässt die flimmernde Luft leider, zumindest bei den weiter entfernten Motiven, nur Belegfotos zu.

Highlight des Tages sind aber die Fischadler. Zwei  sitzen in der Adlerbaumgruppe, sie fliegen nach Westen davon. Einige Zeit später kommt einer zurück, er hat einen Fisch in den Fängen und wird von einem Mäusebussard verfolgt. Der Bussard muss aufgeben und der Fischadler setzt sich seinerseits in auf den kahlen Baum in der Baumgruppe, um den Fisch zu verzehren. Während wir vom Beobachungsturm aus kreisende Rot-und Schwarzmilane im Westen betrachten ziehen zwei weitere Fischadler durch.


8. August 2020, Grasdorfer Leinemasch  Am neuen Schlag versammeln sich die Mehlschwalben, nachdem die Mauersegler schon weg sind, werden sich auch die Schwalben bald verabschieden. Wenn der Trupp von ca. 40 Vögeln direkt in der Nachbarschaft der Haltestelle ihre Brutzplätze hat, bin ich ganz froh.

So sehr viele Vögel sind nicht auf der Überschwemmungsfläche, immerhin kann ich je einen Rotmilan, Turmfalken, Mäusebussard und einen überfliegenden Fischadler melden. Die meisten Vögel sind Ringeltauben und Rabenkrähen, aber ich sehe einen Gimpel im Gebüsch und ein weiterer ruft.

Einen jungen Fasan hatte ich noch nie gesehen, auch wenn das Foto nicht perfekt ist, nehme ich es mit auf und ich füge auch das Belegfoto vom Fischadler ein. Insgesamt war es ein schöner Ausflug zu Beginn eines Sehr heissen Tages (35 Grad).


5. August 2020, Berggarten An sich bin ich im Berggarten, um zu probieren, ob ich Blumen finde, die ich kreativ fotografieren kann, so zwischen Fotografie und Malerei. Nicht ganz einfach für mich. Ich übe noch. Da trifft es sich ganz gut, dass ich die nachfolgenden Teichhühner treffe. Offenbar hat die große Schwester (ich kenne das Geschlecht natürlich nicht) die Versorgung des kleinen Küken übernommen. Insgesamt sind zwei Altvögel auf dem Teich, vier Minis und zwei Jungvögel, die je eines der kleinen Küken betreuen. Zwei bleiben bei den Eltern. Währen die Jungvögel sich sehr fürsorglich kümmern, werden die Kleinen, die bei den Altvögeln betteln, immer mal wieder gebissen.

Und hier kommen einige der Blumenfotos aus den Staudenbeeten des Berggartens. Ich arbeite dran.


Juli 2020

28. Juli 2020, Region Hannover Offenbar ist die Brut der Bienenfresser beendet. Wir entdecken eine Familie in einer Baumgruppe. Im großen kahlen Baum sitzen sie frei und gut sichtbar, so dass ich einige Fotos schießen kann, bevor sie weiterziehen. Die beiden rechte Vögel sind Stare. Ich habe nicht die ganze Familie (vier Vögel) zusammen fotografieren können, weil mindestens zwei stets in der Luft waren oder sich im stark belaubten Baum einige Meter weiter aufhielten.

Die kleinen Uferschwalben werden auch bald ausfliegen.


Ende Juli 2020, Eiderstedt Endlich ein Familienbesuch in Eiderstedt. Schön war es, und natürlich habe ich zwischendurch Radtouren (mit dem e-Bike) durch die Marsch unternommen. Schilfrohrsänger und Rohrammern haben sich gezeigt, und Kiebitze. Die Blaukehlchen habe ich nicht gefunden, ich habe sie nicht gehört, was bei dem andauernd wehenden heftigen Wind kein Wunder war. An den Klärteichen gab es diesmal zusätzlich zur Reiherentenfamilie und den Kiebitzen einen Flussuferläufer.

Inzwischen sind Trupps mit jungen Kiebitzen leider etwas ganz Besonderes. Daher füge ich noch ein Bild von einem der Trupps ein.

Dann musste natürlich ein Besuch im kleinen Naturschutzgebiet Wester-Spätinge sein. Leider ergab sich die Gelegenheit so kurzfristig, dass ich in Bezug auf die Optik nicht optimal ausgerüstet war. Zum Glück sind die Löffler so groß, dass man sie auch mit einer einfachen Kamera fotografieren kann. Den Grünschenkel kann ich nicht belegen und dasselbe gilt für die verschiedenen Entenarten.

Die folgenden beiden Bilder sind vom Deich aus aufgenommen. Der Blick links geht über das Vorland auf die Nordsee und rechts über die Westerspätinge mit den Löfflern landeinwärts.

Eine männliche Rohrweihe zeigt sich bei der Jagd. In der Gegend treffe ich regelmäßig Weihen, die Bilder von der Wiesenweihe und der jungen Rohrweihe stammen von einem früheren Besuch.


19. Juli 2020, Klärteiche Lehrte. Zwerg- und Rothalstaucher sind die Stars des Tages. Leider ist das Nest der kleinen Zwergtaucherfamilie ganz am anderen Ende des Teiches. Aber im Spektiv immerhin ist das winzige Zwergtaucher-Küken gut zu sehen, im Gefieder des Elternteils und beim Versuch ins Nest zu klettern.

Wir sehen eine Rothalstaucher-Familie mit drei Küken und auf dem Teich schräg gegenüber ein Küken, das mit einem Elterntier unterwegs ist.

Mehrere Familien von Blesshühner sind unterwegs. Diese drei versammlen sich zeitweilig auf dem Nest. Aber das Rufen und Betteln vom Nest aus nützt nichts, sie müssen mindestens aufs Wasser, wenn sie versorgt werden wollen.

Die Libellen und Schmetterlinge sind gut bekannt. Ich habe sie fotografiert, weil sie sich gerade als Fotomotiv anboten. Die Goldaugenbremse hingegen ist einfach faszinierend anzusehen. Dass mich in den letzten Tagen gerade zwei Bremsen gestochen haben, ist eher Zufall. Der Stich ist unangehm und Bremsen können auch Krankheiten übertragen, aber abgesehen davon: Die Augen sind faszinierend, oder?

Ebenso faszinierend sind die Blüten bzw. der Fruchtstand der Wilden Möhre.


Das nachfolgende Foto des Teichrohrsängers bringt mich zum Schmunzeln, wenn man im Schilf oder Blattwerk nach einem Vogel sucht, so passiert es nicht selten, dass man zwischen den vielen Halmen in ein Auge blickt. - Und schon ist er hinter dem nächsten Blatt verschwunden.


18. Juli 2020, Hermann Löns Park. Eine weibliche Brautente und eine Mandarinente zeigen sich heute ganz nah. So kann man die Ähnlichket und auch die Unterschiede der beiden Arten mal genau ansehen.

Den kleinen Hirsch habe ich im benachbarten Tiergarten gesehen, wenn er etwas größer wäre, hätte ich das Hufescharren ernster genommen. Als ich nicht reagiere grast er in aller Ruhe weiter.


16. Juli 2020, List, am Mittellandkanal. Nach langen Jahren ist mit Neowise erstmals wieder ein Komet am Himmel, den man mit blossen Augen sehen kann. Ich kann mich nur an einen Kometen erinnern, an Hale Bopp aus dem Jahr 1997. Noch heute denke ich hin und wieder an den Doppelschweif, der monatelang am Himmel zu sehen war, oben in Schleswig-Hostein, wo man die Milchstrasse gut sehen kann. Nachfolgend zeige ich zwei Fotos, eher Belegfotos. Auf dem linken Foto ist zu erkennen, dass der Neowise an diesem Abend deutlich blasser ist als die Sterne des großen Wagen, das mag daran liegen, dass es so knapp über dem Horizont heller ist. Ich habe ihn allerdings ein paar Tage vorher an etwa derselben Stelle gesehen und würde sagen, dass er inzwischen blasser geworden ist. In ein paar Tagen wird er der Erde sehr nah kommen (etwa 100 Mio km). Wir dürfen gespannt sein, welches Bild sich uns dann bietet.


13. Juli 2020, Schrebergärten List. Unterwegs in den Schrebergärten der List, im Frühjahr habe ich mich über die ankommenden Gartenrotschwänze, Girlitze, Nachtigallen und Mauersegler gefreut, jetzt singen sie nicht mehr (so oft). Entsprechend schwer sind sie zu finden. Über die nachfolgenden Bilder habe ich mich daher sehr gefreut.


12. Juli 2020, Mergelgrube Bilm.  Neben den zu erwartenden Vögeln hoffe ich auf Schwalbenschwänze und bunte Blühstreifen.

Schwarzkehlchen und Dorngrasmücken, Goldammern, Feldlerchen, Stieglitze und Bachstelzen sind die wichtigsten Vögel des Gebietes. Dazu Rotmilan und Turmfalke, heute kommen noch Schwarzmilan und ein überfliegender Seeadler dazu.

Auf dem letzten Bild ist der beeindruckende Größenunterschied zwischen Seeadler und Mäusebussard zu erkennen. Der Seeadler ist noch nicht ausgewachsen, seine Schwanzfedern sind noch nicht rein weiss, sondern haben noch einen dunklen Rand, was auf dem linken Bild zu erkennen ist.

Erst zuhause habe ich die gelb-schwarzen Raupen entdeckt, offenbar sind es Jakobskrautbär-Raupen. Die gelbe Pflanze scheint das für das Vieh giftige Jacobskreuzkraut zu sein. Da ich mich weder mit Pflanzen noch mit Raupen auskenne, gebe ich das hier unter Vorbehalt wieder. Die Wegwarte allerdings kenne ich und fotografiere sie wegen der zarten Strukturen sehr gern.


10. Juli 2020, Koldingen.  Großer Koldinger See, die ganze Woche über war schlechtes Wetter und auch am späten Freitagnachmittag regnet es noch heftig und der Himmel ist von dunklen Wolken bedeckt. Aber wir vertrauen der Wettervorhersage und machen uns auf den Weg zu den Koldinger Teichen. Auf dem großen See ist nicht viel los, einige Enten, recht viel Blässhühner, einige Schwäne, Haubentaucher, Grau-und Silberreiher sowie drei Brandgänse. Wir freuen uns an der schönen Lichtstimmung.


5. Juli 2020, Grasdorfer Leinemasch. Wir sind sehr überrascht als wir schon an der Brücke über die Leine ein Sperberpärchen entdecken. Das Weibchen rüttelt über uns. Wenn man die Größe nicht so recht einschätzen kann, sind sich die beiden Arten Habicht und Sperber doch sehr ähnlich. Nach Abwägen der verschiedenen Merkmale, insbesondere es geraden Schwanzes, gehe ich nun davon aus, dass es Sperber waren, auch wenn ich diese gewöhnlich nicht kreisend kenne, aber sie waren ja nicht auf der Jagd und haben offenbar auf einander gewartet.

Und es geht weiter mit den Greifvögeln. Zuerst lassen sich ein Turmfalke und ein Mäusebussard blicken und dann kreisen 11 Milane, davon mindestens drei Schwarzmilane, um die Baumgruppe. Wir können uns gar nicht sattsehen. Sie sitzen in den Bäumen, schweben duch die Luft und zwischendurch mischen sich dann auch noch Weißstörche darunter.

So schön angeleuchtet hatte ich den Falkenturm in Laatzen noch nicht gesehen. Die Falkenfamilie (in diesem Jahr drei flügge Jungvögel) haben wir auf unserem Rückweg auch zum Teil gesehen.


4. Juli 2020, Grasdorfer Leinemasch. Schon recht früh morgens sind wir unterwegs. Wir freuen uns, dass wir uns als kleine Gruppe von Vogel-und Naturfreunden zu einem Spaziergang auf Abstand in der Leinemasch treffen können und sind gespannt, was uns erwartet.

Einer der beeindruckendsten Vögel des morgendlichen Spaziergangs ist ein Sumpfrohrsänger, der sehr lange in einem winzigen Schilfgebiet direkt neben dem Weg singt. Er klingt ein wenig wie ein Gelbspötter. Zu sehen ist er nicht. Aber mit viel viel Geduld und einiger Übung gelingt dann doch noch ein Foto. Die anderen Vögel machen es uns leichter. 12 Störche haben sich auf einer Wiese versammelt und im Luftraum kreisen mindestens 3 Schwarz- und 5 Rotmilane. Die Haubentaucher haben ein Junges, das im Gefieder des Altvogels mitschwimmen darf.

Der Star des Morgens ist jedenfalls ein junges Rotkehlchen. Es ist so zutraulich, dass es fast zwischen unseren Füssen krabbelt. Mir gefällt das Bild, auf dem es anscheinend vorsichtig neugierig hinter den Brombeerblättern hervorschaut. So scheu war es gar nicht. Stattdessen hat es sich quasi als Fotomodell zur Verfügung gestellt.


2. Juli 2020, Klärteiche Lehrte. Wir lassen uns von Wolken und Regenschauern nicht vom abendlichen Gang durch das Gebiet abhalten. Wir möchten gern schauen, wie es den kleinen Rothalstauchern geht.

Wir finden eine Familie mit drei Küken, und auf dem anderen Teich ein Junges zusammen mit einem adulten Tier. Das Licht ist nicht besonders gut und die Vögel recht weit weg, die hier eingestellten Fotos sind keine Glanzlichter, aber kleine Rothalstaucher sieht man ja nicht alle Tage, insofern freue ich mich dennoch sehr über die Sichtung. Und natürlich darüber, dass es offenbar mit der Brut soweit geklappt hat. Am 13. Juni hatten wir beobachtet, wie die Rothalstaucher noch die Eier wendeten.


Juni 2020

27. Juni 2020, Annateich. Wir lassen uns überraschen, was sich so blicken lässt. Eine Brautente soll sich hier aufhalten, diese sehen wir allerdings nicht und auch die Mandarinenten-Küken, von denen ein Spaziergänger berichtet, finden wir nicht. Dafür entdecken wir auf dem Rasen des Annastifts einen jungen Grünspecht. Er sucht nach Ameisen und sichert dazwischen immer wieder in alle Richtungen ab. Wir scheinen in ausreichender Entfernung zu stehen und er lässt sich durch uns nicht stören.

Eine Teichrohrsängerbrut war erfolgreich. Die kleinen eingezäunten Schilfeinheiten (auf dem oberen Bild ist eines abgebildet) scheinen als Biotop auszureichen. Die Jungen sind gerade flügge und die Familie ist aktuell im Verbund unterwegs. Gegenüber singt unentwegt ein Teichrohrsänger. Offenbar sucht er noch nach einem Partner.


Frühere Beobachtungen finden sich hier, im Archiv.

Wenn ihr eine besondere Beobachtung sucht, macht es ggfs. Sinn unter Hannover, direkt in den Gebieten zu schmökern.



Frühere Beobachtungen finden sich hier, im Archiv.