Bilder aus Hannover


Vogelausflugskalender

Welcher Ausflug an welchem Wochenende?

Inzwischen bin ich seit einiger Zeit in der Stadt und in der Region Hannover unterwegs und halte, meist mit der Kamera, fest, welche Vögel ich wann gesehen habe. Mein Datenhaushalt ist noch mickrig, aber er reicht immerhin zu einem ganz persönlichen Vogelausflugskalender der Region Hannover:

Ich habe für knapp 40 Vogelarten festgehalten, wann ich diese in welchem Gebiet gesehen und (von Beobachtungsgpunkten aus) fotografiert habe. Dabei habe ich diejenigen ausgewählt, die für Hannover besonders sind, einige, die ich immer wieder gern beobachte, sowie mit Gelbspötter und Pirol einige, die ich endlich mal richtig sehen und am liebsten fotografieren möchte. Diejenigen Vogelarten sind in der Darstellung bevorzugt, die nur in einem knappen Zeitfenster auf sich aufmerksam machen (zum Beispiel durch ihren Gesang) oder für deren Sichtung man ein bestimmtes Gebiet zu einer festen Zeit im Jahr aufsuchen sollte.

Ende März beispielsweise ist ein guter Zeitpunkt, in Lehrte nach Rothalstauchern schauen oder beispielsweise am Steinhuder Meer nach Schwarzkehlchen. Ab Anfang Mai kann man mit Rohrsängern rechnen. Die Häkchen bzw. Kringel entsprechen eigenen Beobachtungen (in diesem Jahr in oranger Farbe gekennzeichnet). Und man erkennt: Es ist nicht so einfach, die Vögel zu sehen. Eigentlich würde ich mir wünschen, gerade die hier aufgeführten Vögel zu sehen, sobald sie vom Vogelzug zurück sind. An den leer gebliebenen Kästchen sieht man, dass es nicht immer klappt.

Die Gebiete:

Die Leineaue südlich von Hannover ist ein Gebiet mit Teichen und Feuchtgebieten, sie bietet vielen Wasservögeln einen Lebensraum bzw. den Zugvögeln einen Rastplatz. In der Grasdorfer und in der Wülfeler Leinemasch  gibt es jeweils einen bzw. zwei Storchenhorste, so dass eine besondere Sichtung im Sommer relativ sicher ist. In der Grasdorfer Leinemasch lassen sich neben den See- und Fischadlern je nach Feuchtigkeit der Wiesen verscheidene Wasservögel, daunter sogar viele Limikolen, blicken, während in der Wülfeler Masch während weniger Wochen im Frühjahr Feldschwirle, Rohrsänger und Kuckuck anhand ihrer speziellen Gesänge bzw. Rufe entdeckt werden können.

An den Koldinger Seen, ebenso wie im Gebiet der Giftener Teiche, finden sich zahlreiche Wasservögel, auch und besonders während der Zugzeit. Beschrieben wird das Gebiet beispeilsweise im Buch "Vögel beobachten in Norddeutschland", Moning/Weiß.

 

Annateich (Hermann Löns Park), Tiergarten, Herrenhäuser Gärten ebenso wie die Eilenriede sind Grün- bzw. Waldflächen in der Stadt Hanonver mit unterschiedlichen Brutvögeln. Allgemein bietet Hannover Lebensraum für viele Spechte. Grün-, Bunt- und Mittelspecht sind sehr verbreitet, Schwarz- und Kleinspecht werden immer wieder beobachtet und sogar der Grauspecht wird hier, an seiner nördlichen Verbereitungsgrenze, hin und wieder gehört. Am Leinewehr in Herrenhausen finden sich alljährlich Zwergtaucher und viele Reiher- und Tafelenten ein. Auf der Graft am Großen Garten überwintern seit einigen Jahren neben Graugänsen und Schwänen regelmäßig einige Gänsesäger.

 

Am Kronsberg (Messe Ost) werden zudem Schwalbenschwänze beobachtet. Hierhin gehe ich, wenn ich Lerchengesang hören möchte.

Klärteiche Lehrte und die Gegend um die Mergelgrube Höver-Misburg bieten Vogelbiotope im Osten Hannovers mit unterschiedlichem Schwerpunkt, in Lehrte sind es Klärteiche, in Höver eine Mergelgrube, die Lebensraum für verschiedene Vogelarten bieten. Bissendorfer Moor, Meissendorfer Teiche und Steinhuder Meer liegen nördlich von Hannover, unter anderem bieten sie Lebensraum für Kraniche und verschiedene Wasservögel. Die Stapelteiche Weetzen im Süden bieten mit zwei Beobachtungshütten einen Blick auf Teiche mit reicher Vogelvielfalt, hier habe ich mein bislang schönstes Eisvogelbild geschossen, übrigens bei Wetterbedingungen, an die ich mich nicht so gern erinnere, es war eisig kalt, grau und windig.

 

Im Laufe der Zeit werde ich mehr Berichte und Informationen bereitstellen. Im Augenblick muss ich auf andere Quellen verweisen.

Zu den Gebieten und vielem mehr findet man beispielsweise Antworten und Informationen im Buch "An der Schwelle" von Dietmar Drangmeister (2016).


Die beiden Bilder sind aus dem Wiesentgehege bei Springe. Sie passen nicht ganz zu den Naturbeobachtungen von Vögeln in ihrem natürlichen Lebensraum, aber mal ehrlich: Kann man bei so viel Glanz wiederstehen? Und solch ein Foto vom Schwarzstorch ist aus gutem Grund in der freien Natur ja auch nicht möglich. Einige Fotos müssen tatsächlich in Zoos oder Parks aufgenommen werden.


Blaukehlchen am Steinhuder Meer

Im Frühjahr ist es am Steinhuder Meer möglich, Blaukehlchen zu sehen. Sie sitzen gern in den Büschen oder suchen am Boden zwischen Gebüsch und Gestrüpp nach Nahrung, wenn man aber das Glück hat, sie zu sehen, dann singen sie auch gern mal frei auf einem Ast und zeigen sich in voller Pracht.

Ich habe auf Helgoland ebenfalls Blaukehlchen gesehen, aber auf dem Zug singen sie nicht. Dann fehlt was.

14.4.2017: Die Freundin hat sich die Mühe gemacht, die Nummer des Ringes zusammenzusetzen und es über die dafür vorgesehene Plattform zu melden. Das Ergebnis nach einem Austausch mit dem französischen Ornithologen: Das Blaukehlchen wurde am 9.9.2015 in einem Naturreservat in der Nähe von Montpellier beringt. Im Juli 2016 wurde es bereits am Steinhuder Meer gesichtet. Schön, dass es wieder da ist.


Der Eisvogel

18.9.2016: Durch mehrere milde Winter haben sich die Eisvögel in Hannover und Umgebung halten können und man findet sie an verschiedenen Stellen, oft auch unerwartet, aber sie sind klein und flink und so ist es ein Geschenk, sie überhaupt zu entdecken. Gute Fotos sind dem geduldigen Fotografen vorbehalten, und ganz selten auch als Glücksfall möglich.


22.11.2015: Eisvogel von der zweiten Beobachtungshütte an den Stapelteichen Weetzen aus.

Inzwischen war ich schon hin und wieder in der Hütte, aber eine weitere gute Fotoserie ist dabei noch nicht wieder entstanden. Andererseits sind die Stapelteiche Weetzen der einzige Ort, wo ich an einem Tag vier Eisvögel gesehen habe.


Winter am Maschsee

21.1.2017: An verschiedenen Orten in Hannover finden sich Sonderlinge ein. Interessant ist dabei, dass diese Gruppen über Jahre hinweg stabil bleiben, zum Beispiel zieht die Höckergans zusammen mit einer Nonnengans über den Maschsee, dazu zwei Hausgänse und eine Graugans zuweilen gesellen sich Entenhybriden dazu. Und auch die Gelbschnabelgans, die schon den zweiten Winter auf dem Annaeich verbringt, sucht eher die Gesellschaft von Entenhybriden.


Einige der Biotope in Hannover

 Die Bilder zeigen Biotope in Hannover, zum Beispiel finden sich Gänsesäger regelmäßig im Winter an den Herrenhäuser Gärten ein. Sie sind zwar scheuer als die Enten und Graugänse, lassen sich aber doch vergleichsweise gut beobachten. Oben rechts ein Bild von der Leinemasch, unten die Brücke im Herman-Löns-Park am Annateich und noch einmal die Leinemasch.