ZUckerfabriksteiche Lehrte (Klärteiche Lehrte)


4.Mai 2019. Heute schauen wir, ob die Rohrsänger zurück sind, wir sind neugierig, wie es mit der Brut der Rothalstaucher steht und freuen uns auf alles, was wir sonst noch sehen. Heute ist Birdrace des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V. , sozusagen eine Art Inventur, welche Vögel zurzeit anzutreffen sind. Wir nehmen zwar selbst nicht teil, treffen aber ein teilnehmendes Team. Wenn man in Hannover und Umgebung teilnimmt, so sind die Zuckerfabriksteiche mit ihren besonderen Arten eine gute Adresse, einige Arten findet man im Raum Hannover nur hier und Seltenheiten können jederzeit auftauchen. So sehr viele Arten sehen wir heute allerdings nicht. Zu nennen sind die Uferschwalben, die zusammen mit Mehl- und Rauchschwalben über die Teiche fliegen, die Rothalstaucher natürlich, die beiden Kanadagänse und ein Bruchwasserläufer, ein Rohrschwirl wird gehört, ich verpasse ihn allerdings. Wir hören und sehen eine Rohrammer, hören Teichrohrsänger sowie die Mönch-, Klapper-, Dorn- und Gartengrasmücken. Die Nachtigall setzt immer mal wieder an, ein ausführlicher Gesang bleibt allerdings aus.

Besonders sind allerdings die Aktivitäten der Rothalstaucher und der Zwergtaucher. Die beiden Arten beim Nestbau beobachten zu dürfen, ist für uns etwas ganz besonderes. Hier die Rothalstaucher, die sich einen Platz in der Näher der Blässhühner ausgesucht haben. Das Blässhuhn beobachtet sehr skeptisch, dass die Rothalstaucher Teile ihres Nests verwenden wollen. Es kommt allerdings nicht zu Konflikten.

Zusätzlich füge ich ein Bild von Apfelblüten des Apfelbaums auf dem Hauptweg ein, die Apfelblüte ist im Raum Hannover fast beendet, nur vereinzelt finden sich noch einzelne Knospen.

Und nachfolgend die Zwergtaucher. Sie sind so klein und ihr Nest unter einem Baum gut beschattet. Sie sind vergleichsweise klein auf den Bildern. Ich nehme die Bilder trotzdem auf, obwohl die Qualität nicht gut ist, denn bislang habe ich noch keinen Nestbau der Zwergtaucher beobachten dürfen. Bei beiden Tauchern erkennt man gut, dass die Beine weit hinten am Körper angesetzt sind, was an Lummen erinnert und sie an Land bzw. am Nest unbeholfen wirken lässt.

Ergänzt wird die Bildserie dann durch die Aurorafalter, die heute, anders als in den letzten Tagen, doch noch stillgehalten haben.

Eine weitere Besonderheit der Lehrter Zuckerfabriksteiche zeigt sich auch heute: Die Rohrweihen.


19.4.2019 Karfreitag, wir schauen an den Lehrter Zuckerfabriksteichen, welche Zugvögel zurück sind und genießen den sonnigen Frühlingstag. Die Bäume werden nach und nach grün und inzwischen blühen auch die Apfelbäume. Die Grasmücken, hier Mönch- und Klappergrasmücke, werden von Tag zu Tag schwerer zu finden sein. Nachtigallen haben wir leider nicht gehört und der Girlitz sang nicht lange genug für ein Foto. Alles in allem waren wir mit dem Tag sehr zufrieden.

Rohrweihen und Rothalstaucher sind die Besonderheiten des Gebiets. Zusätzlich dürfen wir uns heute über ein Braunkehlchen freuen und über zwei Grünschenkel, dazu die eine oder andere Ente, Lach- und zwei durchziehende Heringsmöwen, Zwerg- und Haubentaucher sowie einige weitere Singvögel.


23.3.2019 wir sind erstmals in diesem Jahr in Lehrte im Gebiet der Zuckerfabriksteiche. Das Highlight sehen wir gleich zu Beginn des eigentlichen Gebietes: Zwei Paare Rothalstaucher sind zurück. Sie balzen bereits vorsichtig.

Wir sehen viele Entenarten wie Reiher-, Stock-, Schnatter-, Krick-, Löffel-, und Tafelenten sowie sieben Zwerg- und fünf Haubentaucher, die ihren hellen Triller erklingen lassen. Rohrammern, Gimpel und die Meisen lassen sich blicken.

Einige Bäume und Büsche zeigen schon Blüten und Blätter.  Durch einen Freund bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass der Beginn der Apfelblüte anzeigt, dass der Frühling angekommen ist. Die Apfelblüte beginnt im Süden Deutschlands bereits Ende März während sie in Norddeutschland fast einen Monat später, aber immerhin fast 10 Tage früher als 1960, beginnt. Tatsächlich dauert es bis zur Blüte des alten Apfelbaumes auf dem Hauptweg zwischen den Klärteichen noch ein paar Wochen.


4.8.2018 Klärteiche Lehrte Highlight dieses Tages ist das Tüpfelsumpfhuhn. Es zeigt sich am Schilfrand in einer Gruppe von Teichhühnern. Es wirkt insgesamt nicht übermäßig vorsichtig (ich habe nicht den Eindruck, dass die Vögel sich an uns stören, wir sind offenbar weit genug entfernt), bleibt aber doch deutlich näher am Schilfrand als die Teichhühner. Im Vergleich zu den Teichhühnern ist es deutlich kleiner und zusätzlich optisch gut zu unterscheiden, da die Teichhühner einen hellen Strich auf dem Körper haben. Die meisten aus unserer kleinen Gruppe haben noch nie ein Tüpfelsumpfhuhn gesehen, so viele Möglichkeiten dafür gibt es allgemein nicht. Unsere Freude ist entsprechend groß.


5.6.2017: Die jungen Turmfalken hatte ich bei den letzten Besuchen, noch nicht entdeckt. Anfang Juni blicken sie bereits neugierig aus dem Nistkasten.


5.6.2017: Rothalstaucher sind eine Besonderheit in diesem Teichgebiet, im Laufe des Frühjahrs ergaben sich einige ausgesprochen sehenswerte und interessante Beobachtungen. Insgesamt sind drei Paare im Gebiet sein. Eines führt Anfang Juni bereits ein Junges. Der Grünfink meldet den Beobachter, ein weiterer Kleinvogel gesellt sich dazu und schaut kritisch interessiert in die Kamera. Das Küken des Rothalstauchers klettert daraufhin in das Gefieder der Mutter und gemeinsam schwimmen die beiden Taucher ganz ruhig in Richtung Schilfkante.

Auf dem folgenden Bild (oben links), Ende Mai aufgenommen, sitzt der Rothalstaucher noch auf dem Nest. Zeitgleich balzt ein zweites Paar auf einem Nachbarteich, das Männchen bringt dem Partner eifrig Geschenke.

5. Juni 2017: Das dritte Pärchen Rothalstaucher auf einem weiteren Teich ist noch dabei das Nest zu bauen, balzt zwischendurch und paart sich.


27.5.2017: Er singt nicht mehr, denn er hat sie gefunden

Nach einigem Hin- und Her habe ich mich am 27.5.2017 für einen Fotospaziergang durch das Gebiet der Klärteiche Lehrte entschieden, ich will schauen, ob ich eventuell schon Küken des Rothalstauchers entdecke, und ein Rohrschwirl wäre klasse. Und nun, hier kommt, was ich vorgefunden habe:

Völlig unerwartet entdeckte ich zwei recht heimliche Vögel im Busch. Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet, dass es sich bei den beiden recht unauffälligen kleinen Vögeln um das Karmingimpel-Pärchen handeln könnte. Nicht wie zuvor, hoch oben im Baumwipfel singend, sondern fast versteckt hinter ein paar Blättern hockt der männliche Karmingimpel.
Vermutlich haben sie zwischendurch auch gerufen, ich allerdings habe nur den Ruf gehört als sie aus dem Gruppenbild geflogen sind, bevor ich sie richtig zusammen ablichten konnte.


20.5.2017: Ein Karmingimpel wird gemeldet, da ich noch nie einen gesehen habe, mache ich mich zusammen mit einigen Freunden auf den Weg.  Wir finden ihn gegen Ende unseres Aufenthaltes. Leider fliegt er, bevor ich ein Foto schießen kann, in eine Baumspitze im leichten Gegenlicht. Ich bin zwar noch länger geblieben, das perfekte Foto eines rot leuchtenden Karmingimpels wurde mir aber nicht gewährt. Immerhin ist er noch einmal zurückgekommen und hat lange gesungen.  Er singt gern von einer exponierten Warte aus, ist dann gut zu beobachten.


Nachfolgend einige Eindrücke aus dem Gebiet, eine sibirische Iris und Teichrohrsänger.

Der Rothalstaucher sitzt noch auf dem Nest, ich meine, unter den angehobenen Federn Küken zu entdecken.


Ausflug am 20.5.2017: Wir sehen viele besondere Vögel, dabei beginnt es mit einem Grauschnäpper, der uns seine Fangtechnik zeigt. Den Flug habe ich ebenso wenig festhalten können wir die Loopings der Rohrweihen, aber ich füge einige Bilder ein, die einen Eindruck geben mögen. Für diejenigen, die dabei waren: Danke für die Bestimmung schon beim Anflug, so dass wir alle die Chance hatten, sie am Himmel zu entdecken und richtig zu genießen. Ich hoffe, die Bilder erinnern euch an einen ganz besonderen Beobachtungstag.

Auf der Suche nach dem Karmingimpel wird jeder Bluthänfling kritisch und aufmerksam betrachtet. Und dass es schon drei recht große Haubentaucherküken gibt, sei genauso festgehalten wie die Schwanenfamilie, deren Küken einen kleinen Kükenhaufen bilden.


Zu guter Letzt noch ein paar Bilder der Greife - und an alle Mitbeobachter: Sorry, ich weiss, es gab die Chance auf das Bild des Jahres, das habe ich leider nicht hinbekommen. Aber vielleicht bekommt eure Erinnerung ja genug Anstoss!


29.8.2015 Meine bislang einzigen Wespenbussarde habe ich in Lehrte gesehen als zwei Individuen über die Klärteiche flogen. Meiner Erinnerung nach haben Sie ein paar Schleifen gezogen und sind dann weiterflogen.