Frühling im Nordkolleg (2021)

Das Nordkolleg steht für Musik, Kultur, Bildung und einen schönen Garten mit vielen guten Ideen.


Es ist ungewöhnlich, dass ich Ende April im Nordkolleg bin, mein Isländischkurs findet sonst im November oder Februar statt. Ich hatte mich auf blühende Apfelbäume gefreut. Das hat auch funktioniert, allerdings musste ich die Blüte schon sehr suchen. In diesem Jahr (2021) haben wir einen sehr kühlen April und die Apfelblüte ist spät, es gibt nur wenige Blüten, die meisten sind erst maximal im sogenannten Mausohr-Stadium.

Hier kann man sehen, wie früh oder spät im Jahr die Apfelblüte sich über Deutschland ausbreitet.

Hier die Ergebnisse im Jahresvergleich.


In einem kleinen Gärtchen haben die Gärtner viele kleine Apfelbäume verschiedener alter Sorten gepflanzt. Umgeben es von einer Totholzhecke, die wiederum Nistplätze für Gartenvögel bieten wird.


Die Gärtner des Nordkollegs sorgen nicht nur für den Erhalt alter Apfelsorten, sondern es gibt auch einige Gemüsebeete. In Permabeeten wird unterschiedliches Gemüse zusammen angebaut und eine gute Idee sind die Kartoffeltürme, die auf den ersten Blick wie Strohballen aussehen. 

Dazwischen blühen jetzt noch Frühlingsblumen und einige Gartenvögel, hier ein Zaunkönig, schauen, wie es mit den Insekten bestellt ist.


Anfang Juni ist alles grün im Garten. Die Permabeete sind voller Gemüse und die Kartoffeltüme zeigen viele Blätter


Die folgenden Vogelarten habe ich in diesem Frühjahr im Garten des Nordkollegs entdeckt: Amsel, Zilpzalp, Kleiber, Blau- und Kohlmeise, Zaunkönig, Grünfink, Buchfink, Bachstelze, Gimpel und Sommergoldhähnchen. Dazu als Besucher Stieglitz, Rotkehlchen und Mönchsgrasmücke.

Grün-und Buntspecht sowie Ringel- und Hohltaube klingen vom angrenzenden Gerhardshain herüber. Viele Singdrosseln sitzen zwischen den Dohlen und den vielen Saat- und Rabenkrähen auf dem Feld gleich nebenan.

Höckerschwäne, Blässrallen, Silber-, Lach- und Sturmmöwen sowie Kormorane halten sich regelmäßig auf und am Kanal auf.

An der Eider, in der Nähe des Kanals befindet sich eine große Kolonie von Saatkrähen, hin und wieder zeigen sich Graureiher und Mäusebussarde, Grau- und Kanadagänse, Stock-, Reiher- und Schnatterenten, dazu entdeckte ich zwei Brandgänse und nicht zu vergessen die Haubentaucher, die hier noch balzen und mir dabei die Pinguinpose vorführten (siehe aktuelle Bilder), während in Hannover schon gebrütet wurde.

Im Winter kamen Gänse- und Zwergsäger sowie Zwergtaucher hinzu und viele Wacholderdrosseln.

Auch einen Habicht habe ich immer mal wieder entdeckt und einer meiner schönste Sichtungen war ein Trompetergimpel, der freundlicherweise nah am Eiderwanderweg saß und geblieben ist, bis ich mit dem Handy eine Tonaufnahme erstellt hatte.

Ein Blick auf die Bienen, des Nordkollegs. Ich kenne mich nicht aus und muss mich informieren, die großen dunklen Bienen sind Drohnen.