Hier berichte ich laufend von Beobachtungen, meist von den Wochenenden. Aktualisiert werden auch einmal im Monat Bilder der Grasdorfer Leinemasch.  Ältere Bilder und Berichte aus Hannover und Umgebung sind hier zu finden. Mein persönlicher Vogelbeobachtungskalender für Hannover ist hier abgelegt.


14. August 2019:  Heute ist noch mal ein sonniger heller Abend. Ich bin in der Wülfeler Leinemasch unterwegs, besondere Vögel sehe ich dort an diesem Abend leider nicht. Aber es ist schön, die ruhige Stimmung zu genießen und die Spiegelungen am Wollwaschteich muss ich unbedingt festhalten.

Die Dorngrasmücke im Schilf zu fotografieren ist nicht einfach gewesen, sie hat sich nur für Bruchteile von Sekunden gezeigt.

Zwei der Weißstörche sind noch da, das Foto ist voraussichtlich das letzte dieses Jahres.


11. August 2019:  Es gibt diesmal keine Bilder des Wochenendes. Aber einen Tipp gibt es: Aktuell ist Sternschnuppenzeit. Die Perseiden erscheinen bis Anfang der Woche immer häufiger. Ich selber hatte am Samstagabend die Gelegenheit, mit ein paar Freunden auf der Terrasse einige Sternschnuppen zu sehen. Viel Glück!


4. August 2019:  Wir machen einen Ausflug zu den Bienenfressern. Die wunderschönen Vögel sind sehr präsent, sie rufen viel und zeigen ihre Flugkünste. Allerdings sind sie so schnell, dass mir nicht viele Fotos gelingen. Ähnlich geht es mir mit ihren Nachbarn, den Uferschwalben.

Über den überraschend eingeflogenen Wespenbussard haben wir uns sehr gefreut. Offenbar ist ein Ort, wo Bienenfresser leben, auch für ihn interessant. Die beiden Flugbilder sind nicht perfekt, aber ich lasse sie drin, zeigen sie doch seine charakteristische Gefiederfärbung.


3. August 2019, Grasdorfer Leinemasch: Es ist an sich gutes Wetter angesagt, tatsächlich ist es wechselhaft und zwischendurch gibt es kräftige Regenschauer, die mit einem wunderbaren Regenbogen beendet werden. Vögel sind nicht viele da, abgesehen von einem großen Trupp Graugänsen, etlichen Ringeltauben und einigen Neutötern sowie einigen Feldsperlingen.


29. Juli 2019, Klärteiche Lehrte: Wir hoffen auf ein Tüpfelsumpfhuhn und finden stattdessen viele Limikolen, Foto-Star des Abends, wir sind nach Feierabend unterwegs, ist ein Schilfrohrsänger. Damit hatte ich nicht gerechnet, ich war auf Teichhohrsänger eingestellt, und Rohrammern. Es ist schon etwas dämmrig als die Greife ( wir meinen es wären zwei junge Rohrweihen und je ein Baumfalke und ein Habicht) auftauchen und die Limikolen (>12 Kiebitze, 4 Bruchwasserläufer, 1 Kampfläufer, 3 Waldwasserläufer, 3 Flussuferläufer) munter werden. Stare streifen in kleinen kompakten Wolken auf der Suche nach einem Schlafplatz durch das Gebiet.

Zwei junge Rothalstaucher entdecken wir und auf einem anderen Teich vier Zwergtaucher, dazu natürlich einige Enten, die Höckerschwäne, Graureiher sowie einige unbestimmt gebliebene Singvögel, und nicht zu vergessen die vielen Bläss- und Teichhühner, die wir natürlich auf der Suche nach dem Tüpfelsumpfhuhn genauer angesehen haben.


27. Juli 2019, Koldinger Teichgebiet und Bilm: Dieser Tag wird einer dieser unvergesslichen Beobachtungstage. Wegen des immer noch warmen Wetters (die Temperaturen übersteigen die 3o Grad Marke) treffen wir uns früh morgens, um in das Gebiet der Koldinger Teich zu fahren. Und am späteren Abend drehen wir noch eine Runde an der Kiesgrube bei Bilm. Wir sehen und hören bei wunderschönem Wetter die verschiedensten Vögel, beispielsweise in einem Sonnenblumenfeld Neuntöter und Stieglitze.

Als wir den leisen Ruf des Gimpel hören, erwarten wir nicht, dass wir einen bettelnden Jungvogel entdecken werden. Junge Gimpel sieht man auch nicht alle Tage. Er sieht auch aus hätte der noch nicht so viele Menschen gesehen. Und wir freuen uns, das er zumindest für ein Foto ruhig sitzen bleibt.

Die kleinen Strände des großen Koldinger Sees bieten ideale Rastplätze für Limikolen, heute entdecken wir einen Waldwasserläufer. Zusammen mit einem Eisvogel, einer Singdrossel, einer Bachstelze und dem Graureiher sind die Vögel wie auf einem Suchbild versteckt. Auch, wenn man die Vögel kaum erkennen kann, mindestens demjenigen, der hin und wieder ein Spektiv verwendet, gibt es einen Eindruck der Sichtungen des Tages.


Bilm: Zu unserer Überraschung entdecken wir viele Turmfalken. Zuerst vermuten wir eine Falkenfamilie, beispielsweise hat die Falkenfamilie am Zementwerk in Anderten vier Junge. Aber es sind nicht sechs Falken, sondern wir zählen mindestens 9 Falken gleichzeitig, dabei haben wir das Gefühl, dass es noch mehr sind. Falken überall, wir genießen es. Dazu Schwarzkehlchen, auch hier sind wir nicht sicher, wie viele es sind.

Zum Abschluss des Tages werden wir noch Zeugen, des Angriffs eines Hermelins auf eine Teichhuhnfamilie. Das kleine Raubtier startet mehrere Angriffe und die Teichhühner sind aufs Äußerste besorgt, sie wollen ihre Küken schützen, müssen aber auch auf sich aufpassen, denn das Hermelin ist zwar kleiner als  sie, ist aber auch für ein erwachsenes Teichhuhn gefährlich.


Schmetterlinge und Falter, vielleicht auch Motten. Ich kenne nicht alle Namen, aber ich füge die Bilder schon einmal hier hinein, weil die Falter so schön sind. Admiral, Diestelfalter und Bläulinge sind klar, dazu ein Zitronenfalter und zwei weitere braune Falter, deren Namen ich nicht kenne.

Inzwischen habe ich Unterstützung bekommen, danke dafür. Es handelt sich bei dem Falter oben links um einen Wellenspanner. Der Wellenspanner Hydria undulata lebt in lichten, feuchten Mischwäldern mit Heidelbeerbewuchs, an buschreichen Waldrändern oder in unberührtem Auwald mit Hochmooren.  Helle Querbänder in gewellter Form ergeben ein unverwechselbares Muster.
Auch der Falter in der zweiten reihe rechts ist ein Spanner: Der Hellgraue Eckflügelspanner (Macaria notata), auch Birken-Eckflügelspanner genannt, ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Spanner.


25. Juli 2019, Hannover: Aktuell haben wir die heissesten Tage des Jahres. 38 Grad wird es im Laufe des Tages, morgens um 7:00 Uhr ist es noch bzw. schon 25 Grad. Als ich aus dem Fenster schaue, entdecke ich ein paar Stieglitze.


20. Juli 2019, Grasdorfer Leinemasch: Ein schöner ruhiger Sommertagsmorgen, es ist warm und mit dem leichtem Windhauch, der sich auch als perfekter Aufwind für die Greife darstellen wird, sehr angenehm. Die Beobachtungen dieses Morgens sind einmal wieder wunderbar.

Es beginnt mit dem Ruf eines Gartenbaumläufers. Diesmal hat der Vogel sich einen sehr dicken Baum ausgesucht, und er verschwindet nicht wie sonst so oft in spiralförmigen Kreisen erst hinter dem Baum und dann in der Baumkrone, sondern lässt sich gut beobachten, so schön sieht man die quirligen Vögel selten.


Schon das ganze Jahr über achte ich auf die Tauben und freue mich sehr über eine Türkentaube. Diese sitzt kooperativ vor uns im Kies.

Auch die Neuntöterfamilie sitzt sehr fotogen auf den Sensenvögeln und lässt sich fotografieren.

Wir hatten natürlich Wünsche und Vorstellungen, was wir heute Morgen in der Leinemasch sehen würden. Aber wie immer machen die Vögel das Programm. Wir sehen mehrere Trupps von Milanen, die in der Thermik gleiten. Wir entdecken mindestens 20 Milane, die meisten sind Rotmilane, aber es sind auch mindestens 5 Schwarzmilane dabei. Immer mal wieder mischt sich ein Bussard unter die dahergleitenden Greife. Auch 6 Kolkraben reihen sich ein und einige sehr hoch durchziehende Weißstörche runden das Bild ab. Wohin man auch blickt, überall am Himmel kreisen Vögel. Da ich so selten Schwarzmilane sehe, habe ich mich beim Fotografieren auf diese konzentriert.


Frühere Bilder und Berichte findet man hier.