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Hier berichte ich laufend von Beobachtungen, meist von den Wochenenden. Aktualisiert werden auch einmal im Monat Bilder der Grasdorfer Leinemasch. Ältere Bilder und Berichte aus Hannover und Umgebung sind hier zu finden. Mein persönlicher Vogelbeobachtungskalender für Hannover ist hier abgelegt.


april 2020

5. April 2020  Am Vormittag in der Eilenriede mit viel Abstand haben wir einen Spaziergang gemacht. Viele Buntspechte rufen und klopfen. Zwei Kernbeisser ziehen durch die Gipfel und in den Gesang von Rotkehlchen, Zaunkönig und Singdrossel mischt sich einanderer vertrauter, aber doch noch ungewohnter melodischer Gesang. Wir stutzen, versuchen mit den Sänger mit den Ferngläsern zu entdecken. Und siehe da: Eine Mönchsgrasmücke. Sie kann noch nicht lange zurück sein, hat aber schon Stöckchen im Schnabel.

Die Spechte huschen durch das Unterholz. Und nein, sie unteressieren sich gar nicht für einander... und fliegen dann doch zusammen um die Bäume. An einer Stelle standen wir und hatten einen klopfenden Specht ganz nah neben dem Weg; ein Echo kam von drei weiteren Bäumen in unterschiedlicher Entfernung. Alles Buntspechte.


Wer mich kennt, weiss, dass ich ein Fan des Nordkollegs Rendsburg bin, daher möchte ich auf den Livestreams aus dem Nordkolleg hinweisen:

 "»nordkolleg live« ist ein neues Streaming-Format, das regelmäßig Kultursendungen in Form von Konzerten und Lesungen nach Hause sendet. Aufgenommen in unserem Tonstudio, präsentieren wir jeden Donnerstag um 19 Uhr live KünstlerInnen aus Schleswig-Holstein. Hier.

 Wir unterstützen mit unserem Projekt die #KulturhilfeSH, die sich für KünstlerInnen der Veranstaltungsbranche und Freischaffende der Kulturwirtschaft in Schleswig-Holstein einsetzt."


Aus dem gekaufen Blumenstrauss und Gänseblümchen vom Wegesrand


März 2020

Wir bleiben Zuhause!

Und hier ein Tipp, was Naturfreunde machen könnten, wenn der Weg ins Beobachtungsgebiet zu weit oder das Treffen mit den Freunden nicht möglich ist: Mal in aller Ruhe Informationen über dies und das nachlesen.

Zum Beispiel ( Angeregt durch einen Artikel der Zeitschrift Geo) die digitalisierten Werke der Eheleute Heinroth (Heinroth, Oskar; Heinroth, Magdalena: Die Vögel Mitteleuropas in allen Lebens- und Entwicklungsstufen photographisch aufgenommen und in ihrem Seelenleben bei der Aufzucht vom Ei ab beobachtet) über die Staatsbiliothek Berlin (https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/).

... man erfährt beispielsweise, dass die jungen Wanderfalken vor lebenden Tauben Angst haben, erst, wenn diese wegfliegen überwiegt der Jagdinstinkt (nur ein Beispiel).

In der digitalen Welt ist es ungewöhnlich, die Arten nach Inhaltsverzeichnis zu suchen, Bilder unter Illustration.


29. März 2020 Es ist kalt geworden. Und heute Morgen hat es sogar geschneit. Trotzdem ist nicht zu übersehen, dass Frühling ist. Wer weiss, vielleicht ist die nähere Umgebung der Wohnung ja sogar interessanter als erwartet. - Bleibt gesund!


28. März 2020 Das Wetter ist gut, und der Laden hat sogar Toilettenpapier. Die Stimmung ist also gut, wenn wir allein, maximal zu zweit in der Nähe der Wohnung spazierengehen oder mit dem Rad fahren. Zitronenfalter leuchten zitronengelb, sie sind leider heute zu schnell für mich. Ich übe, schöne Naturfotos zu schießen. Da ist noch Luft nach oben, aber sie zeigen schon hellen Farben des Frühlings.


22. März 2020 In der Nähe der Wohnung ist die Eilenriede. Dort treffe ich auf etliche Buntspechte, theoretisch können es immer dieselben gewesen sein, zeitgleich habe ich immer nur zwei gesehen. Mäusebussard, Kleiber, einen Zaunkönig, Buchfinken, Ringeltauben und Rabenkrähen sowie Kohl -und Blaumeisen und einen Kernbeisser und sogar ein Sperber schiesst durch das Unterholz.

21. März 2020 Das Coronavirus hat uns voll im Griff. Auch ich halte mich weitgehend in der Wohnung auf und bin nur in der Nähe der Wohnung spazieren. Der Fotoappart muss dann allerdings mit.


Frühlingseindrücke.


14. März 2020, Grasdorfer Leinemasch. Nach zwei trockenen Jahren hat es im Februar 2020 kräftig geregnet, die Wiesen stehen unter Wasser und viele Wasservögel haben sich eingefunden. Und, nebenbei: Die Störche sind zurück. Die Kanadagans-Hybrid-Gans sieht hübsch aus. Ideen?

Ob es diese beiden Falken sind, die regelmäßig im Gebiet sind? Ich weiss es nicht, könnte aber sein, ebenso wie bei den Fasanen (sechs Hennen und einen Hahn haben wir gesehen) haben die Menschen ihre Hand im Spiel.


7. März 2020, Steinhuder Meer. Seit einigen Tagen hält sich auf dem Steinhuder Meer eine sibirische Gluckente auf. Auch wenn sie wahrscheinlich aus der Gefangenschaft stammt, ist es dennoch schön, mal zu schauen, wie diese Ente aussieht. Leider ist das Licht am Hagenburger Kanal nicht optimal, aber immerhin kann man sie zusammen mit verschiedenen anderen Enten beobachten, sie ist im Vergleich recht klein. Interessant fand ich, dass die Guckente sich jeder einfliegende Ente genähert hat, so als würde sie hoffen, dass doch noch Ihresgleichen auftauchen.  Nebenbei habe ich einige Fotos vom Steinhuder Meer aufgenommen, das letzte Foto zeigt den Blick auf die Seeadler in Winzlar.

Unerwartet treffen wir auf ein kleines Hermelin. Es ist nicht besonders scheu und beobachtet uns intensiv und neugierig. Da kein Schnee liegt, ist es im weißen Tarnkleid gut zu sehen. Es ist neugierig und so stehen wir auf der einen Seite eines kleinen Grabens und das Hermelin schaut auf der anderen Seite immer wieder aus anderen Positionen, ob wir noch da sind.


Zum Abschluss des Ausfluges schauen wir noch mal nach Winzlar. Inzwischen hat sich das Wetter verbessert und es ist wunderbares Foto-Licht. Drei Seeadler, zwei Adulte und ein Jungvogel halten sich in der Nähe des Horstes auf. Sobald sie auffliegen, sind die vielen Wasservögel in der Luft.

Wir haben viele Kleinvögel gesehen, die Rohrammern, Schwarzkehlchen und Feldlerche haben uns, ebenso wie die Wiesenpieper, besonders erfreut.

Besonders bemerkenswert finde ich die Seeadler auf dem Foto mit den fliegenden Schwänen. Wirken die Adler mit dem hellen Kopf nicht ein wenig wie Weisskopfseeadler und habe nur ich das Gefühl, es könnte eine weitläufige Naturlandschaft sein?

Zum Abschluss noch ein paar Flugstudien vom Seeadler. Ich finde es faszinierend, wie der große Seeadler auf dem dünnen Baum landet.


1. März 2020, Tiergarten. Zusammen mit einige Vogelfreunden geht es heute in den Tiergarten, die Hannoveraner Naturfreunde wissen, dass das kein Zoo ist, sondern ein Wildpark mit vielen alten Bäumen und damit auch vielen Spechten. Grün-, Bunt- und Mittelspechte sieht und hört man hier ziemlich sicher, auch auf Schwarzspechte und Kleinspechte kann man hoffen. Wir haben die drei Arten gehört und die Mittelspechte zeigten sich gegen Ende des Spaziergangs recht fotogen. Zusätzlich gab es singende Sumpfmeisen, Kleiber, Gartenbaumläufer, Nilgänse, sowie recht viele Wacholderdrosseln und Stare.  Über 17 Hohltauben auf der benachbarten Nassen Wiese haben wir uns besonders gefreut.

Die Mittelspechte waren sehr aktiv, leider ist es im Tiergarten mit seinen alten Bäumen recht dunkel, ausserdem sind die kleinen Spechte flink, keine idealen Bedingungen für den Naturfotografen. Ich stelle trotzem mal vier Bilder ein. Tatsächlich habe ich nicht erkennen können, ob es Balzverhalten, unerwünschte Annäherung oder Revierkampf ist. Wenn jemand dazu etwas sagen kann: Ich freue mich über Infos, und würde das ergänzen.


Februar 2020

29. Februar 2020, Laatzen.  Ich bin wieder da und freue mich, dass die Störche in Grasdorf wieder auf dem Nest stehen, dass in der Banane wieder Wasser ist und hoffe auf Seeadler und Bergpieper. Letzteres hat diesmal nicht geklappt, dafür habe ich einen Hermelin gesehen und den ersten Rotmilan. Schön war es allemal. Als Fotos stelle ich den Hermelin ein, kaum zu erkennen und doch unverkennbar mit seinem weissen Fell mit der schwarzen Schwanzspitze, und Sumpf- und Blaumeise.

Nachtrag: Der erste Rotmilan diesen Jahres für mich, in jedem Jahr freue ich mich erneut über jede Art, die vom Vogelzug zurück ist. Das letzte Foto ist interessant, weil es 27 Reiher zeigt, 22 Grau- und 5 Silberreiher, aber was es für mich wirklich interessant macht, ist, dass genau dort die 25 Bergpieper sein müssten. Und wenn ich dann die kleinen braunen Vögel unten rechts im Bild anschaue, frage ich mich natürlich, warum ich dort nicht noch mal hingegangen bin.


26. Februar 2020, Rendsburg (Eider).  Ende Feburar war ich wieder einmal im Nordkolleg in Rendsburg. Das Wetter war nicht gut, so hatte ich nur einen halben Vormittag mit gutem Wetter an dem ich das Seminar verlassen und die Zugvögel auf und an der Eider ansehen konnte. Gefreut habe ich mich über 7 Zwergsäger und einen kleinen Trupp von Bergfinken. Und natürlich über die Schnatternten, die Gänsesäger, die Löffelente etc.


Februar 2020 Turmfalken im Wind und auf der Kirchturmuhr, beides in Laatzen. Ich hatte den Turmfalken auf dem in Böen schwankenden Ast beobachtet und erwartete, dass die Federn durchgepustet würden. Als allerdings die Windstösse zu stark wurden, flog er ab und es wirkte, als hätte er nur gewartet, um einmal mit richtigem Aufwind zu fliegen. Im Gegensatz zu den Reihern und Höckerschwänen, die ich vorher beobachtet hatte, hatte er mit dem Wind keine Mühe.


8. Februar 2020, Neustadt am Rübenberge und Steinhuder Meer.  In Neustadt wird eine männliche Ringschnabelente gemeldet. Es ist Wochenende und ein Stopp in Neustadt lässt sich mit einem Besuch am Steinhuder Meer verbinden. Es ist ein wunderschöner Tag. Wir sehen und hören recht viele Vögel. Zunächst die Ringschnabelente, sie schwimmt wie erwartet auf dem Krankenhausteich und lässt sich gut anschauen. Wir hatten sie vorher nur auf Bildern gesehen und freuen uns, dass die Merkmale so gut zu sehen sind. Das Bild unten links zeigt die Ringschnabelente im Vergleich zur Reiherente, der Ring auf dem Schnabel ist das wichtigste Merkmal, aber man sieht auch, dass der Schopf fehlt, die Ente eine andere Kopfform hat und der Vogel an der Seite grau ist. Weiterhin freuen wir uns über die Träller von vier Zwergtauchern, und am Ufer singt ein weiblicher Gimpel.

Das Steinhuder Meer ist immer gut für die Beobachtung von Wasservögeln. Wir geniessen die Weite und sind eher überrascht als wir zwei Moorenten sehen, das haben wir während der letzten Jahre nicht hinbekommen. Wie so oft sind viele der Sichtungen zwar schön, aber leider eher in Spektiv-Entfernung, das gilt heute auch, und zwar für Gänse- und Zwersäger, Schellenten und für den Seeadler, einer kommt recht nahe, um einen Fisch zu fangen, den er offenbar als Brautgeschenk zu einem weiteren Seeadler bringt. Auch der Eisvogel zeigt sich kurz.

Die Möwen hingegen sind zwar nahe am Ufer zu sehen, wir tun uns mit Silber- und Steppenmöwe jedoch etwas schwer, die Bestimmung ist noch nicht abgeschossen.

Weitere Impressionen vom Steinhuder Meer. Wir schätzen, dass auf der Wiese 1500 Gänse, meist Blässgänse, einen Schlafplatz aufsuchen.


2. Februar 2020, zwischen Bothfeld und Kleefeld.  Wir gehen bei Nieselregen spazieren. Freude machen uns an diesem nassen Nachmittag zwei Wintergoldhähnchen und zwei Heckenbraunellen. Beide singen im Regen. Anschliessend finden wir auf und am Annateich weder Mandarin- noch Brautenten, dafür aber einige Frühblüher. Das Bild neben der Heckenbraunelle nehme ich mit hinein, weil es sich gerade mal eignet, zu zeigen, wie schwierig Vogelbeobachtung manchmal ist, gerade bei sehr kleinen lebendigen Vögeln. Wir hatten die Goldhähnchen gehört. Sicher waren wir nicht, denn auch die Blaumeisen können sehr hohe Laute produzieren. Aber diesmal suchten wir die kleinen quirligen Vögel zwischen den Ästen und haben sie tatsächlich entdeckt. Das Bild zeigt, wie sich das Bild im Fernglas darstellt. Irgendwo zwischen den Zweigen und fliegen die Goldhähnchen hin und her. Auf dem Bild unter der Heckenbraunelle kann man immerhin eines genauer ansehen.

Die Frühblüher überraschen uns nicht sehr, schließlich ist es seit Wochen warm, allerdings jetzt schon Märzbecher?


Januar 2020

26. Januar 2020, Döhren mit Vierthaler Teich und Maschsee, Südufer, wir schauen, was sich heute so ergibt. Es ist nichts Spektakuläres, aber wir sehen endlich mal wieder eine Mandarinente, entdecken die Moorente am Südufer des Maschsees und erfreuen uns an Eisvögeln und Schwanzmeisen.

Gern gezeigt hätte ich die Misteldrossel im Flug, denn sie schwirrte, ähnlich einem Kolibri, unter den Misteln. Leider reichte dafür das Winterlicht nicht aus, man sieht nur verwaschene Flecken auf den Bildern. Offensichtlich hat die Misteldrossel weniger Freude als wir an den eingeflogenen Seidenschwänzen, die die gut erreichbaren Beeren an vielen Orten gefressen haben. Ein großes Highlight ist ein großer Trupp Stieglitze, der recht nah in die Diesteln einfällt.


19. Januar 2020, Herrenhäuser Gärten, auch heute sind die Seidenschwänze noch da. Sie haben sich einen neuen Platz gesucht, direkt an der Ecke des Berggartens, dort gibt es auch ein Flachdach mit Trink-Gelegenheit. Und offenbar hat die Misteldrossel es aufgegeben, zu meckern, sie sitzt mitten im Trupp. Der hier auf dem linken Bild gezeigte Seidenschwanz ist ein Jungvogel, was man an der Federzeichnung im schwarzen Flügelfeld erkennen kann, ihm fehlen noch die Querstreifen.


Steinhuder Meer, hier zeigt sich uns ein anderer wunderschöner starengroßer Vogel. Wir hatten zwar schon Kernbeisser gesehen, aber diese Vögel sitzen oft in den Baumwipfeln im Wald. Noch nie hatten wir Kernbeisser, die sich im richtigen Licht in einer Lücke in der Baumkrone so schön und lange gezeigt haben.


18. Januar 2020, Herrenhäuser Gärten, diesmal sehen wir die Seidenschwänze.

Wir beobachten einen Trupp von ca. 80 Seidenschwänzen, die sich von den Misteln in den Bäumen ernähren. Der Misteldrossel passt das überhaupt nicht, sie versucht lautstark, die Bäume als ihr Revier zu deklarieren. Dadurch erreicht sie aber nur, dass die Seidenschwänze etwa 50 cm Abstand zu ihr halten.

Und ja: Es sind etwas zu viele Bilder von den Seidenschwänzen, aber sie kommen nur alle paar Jahre vorbei und dann ist es nicht sicher, dass man sie bei gutem Licht beobachten und fotografieren kann. Ich mag mich jetzt nicht für eine kleine Auswahl entscheiden. Sie sind recht aufmerksam und beobachten uns, daher zeigen die meisten Bilder den Bauch, den Kinnfleck und die Augen. Ich versuche, neben den Augen auch die Musterung von Schwanz und Flügel abzulichten, da man daran erkennen kann, ob es sich um Alt- oder Jungvögel handelt. Das ist mir nicht komplett gelungen, und auch ein Grund für die Auswahl.


11. Januar 2020, Herrenhäuser Gärten und Wasserkunst, dort sind Misteln und wir haben in den Bäumen schon bei früherer Gelegenheit Seidenschwänze gesehen. Heute allerdings klappt das nicht, in Hannover werden am Samstag keine entdeckt. Aber das Wetter ist wunderbar und die Vögel scheinen es ebenfalls zu genießen, viele von ihnen singen. Im Laufe des Tages sehen wir 42 Arten, die meisten von ihnen sind die zu erwartenden Wintervögel. Besonders freuen wir uns über eine für uns singende Sumpfmeise, die fast schon zutraulichen Gänsesäger, ca 40 Wacholderdrosseln und mehrere Eisvögel, sowie mehrere Zwergtaucher.

Die Gänsesäger, sie lassen sich seit einigen Jahren im Bereich Herrenhäuser Gärten/ Georgengarten blicken und haben hier inzwischen eine sehr geringe Fluchtdistanz, sie lassen sich bei mildem Winterlicht fotogen ablichten.

Nachfolgend zwei Bilder der Eisvögel, sie waren zwar gut beim Fischen zu beobachten, für den Fotoapparat aber doch leider etwas zu weit entfernt.