Hier berichte ich laufend von Beobachtungen, meist von den Wochenenden. Aktualisiert werden auch einmal im Monat Bilder der Grasdorfer Leinemasch.  Ältere Bilder und Berichte aus Hannover und Umgebung sind hier zu finden. Mein persönlicher Vogelbeobachtungskalender für Hannover ist hier abgelegt.


7. Dezember 2019. Heute führt uns der Naturspaziergang in den Hermann Löns Park. Es ist Dezember und leider regnet es auch leicht, zum Fotografieren ist es viel zu dunkel. Dennoch, ein paar Fotos müssen sein. Zunächst ist da das Rotkehlchen, das uns ganz nah kommen lässt, und sich nicht so hektisch bewegt. Das funktioniert. Die Stieglitze und Erlenzeisige sind nicht so kooperativ, sie sitzen hoch in den Baumkronen. 22 Kormorane, 5 Graureiher und ein Silberreiher sind auf dem Teich, dazu einige Stockenten und eine Krickente.

 

Der Star des Tages aber ist der Eisvogel. Wir sehen und hören mehrere Vögel gleichzeitig. Leider sind sie schnell und viel scheuer als beispielsweise das Rotkehlchen. Neben den Sichtungen, immer wieder fliegen sie in typischer Manier flach über die Wasseroberfläche, erfreuen uns auch die vielen Kontaktrufe. Sicher haben wir drei Individuen, wir meinen, es wären eher vier Eisvögel. Bei den vorliegenden Lichtverhältnissen bin ich schon über zwei Belegfotos froh, besser war heute schwierig. Gerade, wo ich diese Zeilen schreibe, kommt die Sonne für ein paar Minuten heraus. Mit Sonne sieht es halt anders aus.

 


Die beiden folgenden Bilder zeigen den Tjörnin in Reykjavik gegen 13:00 Uhr an zwei aufeinander folgenden Tagen Anfang Dezember. Bei bedecktem Himmel wird es eben garnicht richtig hell.


1. Dezember 2019. Island, ich bin zu Besuch in Island. Es ist nicht die beste Jahreszeit, aber man muss die Feste feiern wie sie fallen. Und so bin ich ein paar Tage in Reykjavik. Am Tjörnin lassen sich gut Wasservögel beobachten, Singschwäne und Graugänse versorgen sich dort mit Nahrung, sie lassen sich mit Brot füttern, und zwar von Touristen und Einheimischen gleichermaßen. Im weitern Verlauf des Gebiets wird es ursprünglicher und an diesem Tag habe ich sogar das Glück einen der seltenen Gerfalken zu sehen. Raben sind in Island allgegenwärtig und besonders scheu sind sie nicht. 


23. November 2019: Burgdorf. Ein Gleitaar ist im Norden von Hannover bei Burgdorf gesehen worden, schon seit einer Woche ist er in der Flussniederung der Fuhse unterwegs, und der Vogel ist tatsächlich am Samstag noch da. Als wir im Gebiet eintreffen, empfängt uns ein heller Greif. Wir erkennen aber auf den zweiten Blick, dass das eine männliche Kornweihe ist. So häufig sind Kornweihen hier auch nicht und unter normalen Umständen hätten wir ihm unsere volle Aufmerksamkeit gewidmet, heute allerdings suchen wir den Himmel und die Bäume nach einem anderen hellen Greif ab.

 

Wir finden ihn. Allerdings bleibt er in einiger Entfernung. Trotzdem: Er jagt, setzt sich mit Beute in einen Baum und zeigt Revierverhalten als ein Bussard sich in "seinen" Baum setzt. Dass die Bedingungen zum Fotografieren jetzt im November schlecht sind, muss ich nicht erwähnen. Die Bilder sind immerhin authentisch. Etwas bessere Bilder sind hier zu finden (Algarve im Oktober)

 

Da wir schon einmal unterwegs sind, seltene Vogelarten zu suchen, fahren wir auch noch an den Maschsee. Am Südufer finden wir tatsächlich wie erwartet eine Moorente (es hat eine Weile gebraucht bis sie ihre weißen Federn gezeigt hat) und zwei Samtenten als seltene Wintergäste.


9. November 2019: Hannover, Laatzen. Ich bin am späten Nachmittag noch mal raus und gehe in der Leinemasch spazieren. An einer Futterstelle sehe ich eine Heckenbraunelle, Stieglitze sowie Kohl-, Blau- und Weidenmeisen. Die schönste Beobachtung ist aber ein großer Trupp Schwanzmeisen, ich stehe unter einem Baum und aus zwei weiteren zwitschert es ebenfalls und dass sie in die Büsche der Banane fliegen, erleichert die Beobachtung, allerdings nicht das Zählen. Ich komme auf  mindestens 20. Ein Großteil der Meisen ist weißköpfig (mit wenigen dunklen Federn): Gäste aus dem Norden!

Am Sonntag, einem Tag wie im goldenen Oktober geht es noch mal nach Koldigen.

Sie turnen in den Büschen und ich kann den Fotoapparat nicht einstecken, obwohl das Licht nicht für wirklich gute Bilder reicht.


9. November 2019: Hannover, List. Ich muss mich um meine Wohnung kümmern. Als ich auf den Balkon schaue, entdecke ich einen Turmfalken. Er ist gegen den Himmel nur als Schatten zu erkennen. Ich hole trotzdem die Kamera, deren Batterie aber leider gerade leer ist, aber der Vogel wartet, und als ich endlich so weit bin, fliegt er auf einen Baum vor dem Balkon und stellt sich als Fotomodell zur Verfügung.


31.Oktober 2019: Koldingen. Wir nutzen den Feiertag für einen Beobachtungsrundgang im Gebiet der Koldinger Teiche. Es ist wunderbare herbstliche Stimmung, und mit Schellenten, Gänsesägern, einem frühen Zwergsäger, Rotdrosseln, Erlenzeisigen und vielen Gänsen sind die ersten Wintervögel da. Hier sind die Bilder eingestellt.


26.Oktober 2019: Hermann Löns Park. Nachdem ich inzwischen an der Nordsee und am Atlantik war, ist es garnicht so einfach für mich, mich zu motivieren, wieder in Hannover die alltäglichen Vogelarten zu beobachten. Aber kaum bin ich draussen, schnickern die Rotkehlchen und rufen Meisen, und sie zeigen wenig Scheu, oder ein Mittelspecht fliegt auf Augenhöhe an einen Baumstamm und bleibt dort sitzen bis einige Fotos im Kasten sind. 

Krähen streiten sich mit einem männlichen Sperber und ein großer Trupp von Stieglitzen fliegt in einen Busch und singt darin. Ich habe alle Mühe, wenigstens zwei Stieglitze zwischen den ganzen Blättern zu erwischen, mit bloßem Auge sind sie kaum als huschende Punkte zu erkennen. - Mit anderen Worten: Ich bin wieder da, und es ist schön in der Natur und in Hannover!


20. Oktober 2019 - Ich bin schon zurück von meiner wunderschönen Reise nach Sagres. Hier ist der Bericht abgelegt: Sagres.


6. Oktober 2019: Schleswig-Holstein. Völllig unerwartet entdecke ich zwei Waldohreulen in einer Eiche direkt neben dem Gehweg. Für mein Gefühl ist das kein so perfekter Schlafbaum. Aber wir, also die Gartennachbarn und ich, haben natürlich nichts dagegen. Nachtrag (31.10.: sie ist noch da).


5. Oktober 2019: Vogelkiek im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches und dänisches Wattenmeer. Eigentlich hatte ich mit Limikolen gerechnet. Aber Star des Tages ist für mich die Bartmeise, und ich kann nicht sagen, wie viele Seeadler wir gesehen haben, ich würde sagen fünf, und das ist nicht einmal besonders viel. Hier gibt es mehr Bilder: Vogelkiek 2019.


3. Oktober 2019: Hallerniederung, südlich von Hannover. Endlich mal wieder viele Vögel! Das Wetter wechselhaft, zwischendurch regnet es stark, aber auch die Sonne lässt sich blicken. Das Wichtigste aber ist für uns, dass wir viele Vögel sehen, große Schwärme von Stieglitzen sind unterwegs, dazu rufen Feldlerchen, Wiesenpieper über den Wiesen. Girlitze, Goldammern, Bluthänflinge, Erlenzeisige und Buchfinken sind in kleinen Trupps in und zwischen den Büschen unterwegs. Auch die ersten ziehenden Gänse erblicken wir. Mehrere Greife, also Rotmilane, Mäusebussarde, Turmfalken und ein Sperber sind meist gleichzeitig zu sehen und die Entdeckung von Schwarzkehlchen und Gebirgsstelze sind neben 16 Silberreihern die kleinen zusätzlichen Highlights dieses schönen Herbstspaziergangs.

Das Bild mit den Gebäuden zeigt die Hallermühle, zwei Pferde beobachten uns neugierig. Da ich für die heutige Wanderung nur die kleine Kamera, also kein Teleobjektiv, dabei hatte, steht der Trupp Stieglitze stellvertretend für die vielen beobachteten Vögel. Esskastanien und Pilze (hier Rotfussröhrling) runden das Bild ab.


28. September 2019:  Hannover Linden. Ich bin mit der VHS unterwegs. Wir suchen auf einem langen Spaziergang nach Fotomotiven. Und ganz nebenbei finde ich einen Trupp Meisen.  Und ich entdecke Falken.


22. September 2019:  Berggarten. An diesem Wochenende war weltreisender Besuch hier, so war keine Zeit für die Vogeltouren. Zum Abschluss des schönen Wochenendes bin ich noch mal in den Berggarten.

 15. September 2019:  Ein paar Herbstimpressionen. Es gibt noch ein paar Brombeeren, und dann in allen Farben. Beeindruckt hat mich die Herbstzeitlose. So verschiedene Blüten, einige sehen aus wie Tulpen, andere wie herbstliche Krokusse.


14. September 2019:  Klärteiche Lehrte. Tatsächlich hoffe ich auf Baum- oder Rotfussfalken, das wäre aber auch zu schön gewesen. Die Zuckerfabriksklärteiche führen durch den warmen trockenen Sommer fast kein Wasser mehr. Auf den verbliebenen Wasserflächen entdecken wir zwei Pfeifenten, drei Dunkle Wasserläufer, mindestens vier Zwergtaucher und natürlich die hiesigen Höckerschwäne, dazu Löffel-, Stock- und Schnatterenten. Die Silber-und Graureiher haben in den Büschen im hinteren Bereich der Becken ihre Plätze bezogen.

Auffallend viele Zilpzalps singen und einige weitere Kleinvögel ziehen durch das Gebiet, einige können wir bestimmen, andere huschen so schnell vorbei, dass wir sie unbestimmt ziehen lassen müssen.

Auch den Nutrias fehlt das Wasser, sie suchen stattdessen auf den ausgetrockneten Flächen nach Futter. Und den Zilpzalp (mit Fragezeichen) hätte ich nach seinem Verhalten für einen Schnäpper gehalten, immer wieder ist er aufgeflogen, um dann nach einem kurzen Kunstflug wieder auf demselben Ast zu landen.


10. September 2019:  Ich "muss" einfach noch mal ein paar Islandbilder zeigen.

In diesem Sommer habe ich Weisschnauzendelphine gesehen, und Wale, aber von den Delphinen sieht man etwas mehr als die Rückenflosse.

Dazu noch ein zwei Bilder von den niedlichen Küstenseeschwalbenküken, die ja inzwischen schon als Zugvögel unterwegs sind.


8. September 2019:  Bilm und Mergelgrube. Im September sind viele Zugvögel bereits auf dem Weg in ihr Winterquartier. Ob durchziehende Vögel die Biotope annehmen und sich für eine Rast hier aufhalten und sich zeigen, hängt vom Nahrungsangebot ab. Die meisten Blumen der Wildblumenwiese sind verblüht. aber die Wegwarte ist für uns ein willkommener Farbtupfer und bietet offenbar für die Bienen Nahrung. Wir freuen und über Hausrotschwanz, Schwarzkehlchen, Stieglitze ( hier Jungvögel) , Goldammern, Meisen, Zilpzalp und Heckenbraunellen.

Der kleine Teich zwischen Mergelgrube und Mittellandkanal (siehe auch unten, 27.7.2019) ist offenbar aktuell ein Mini-Biotop , das für eine Rast einlädt. Zilpzalp und Fitis singen und wir sehen einige Goldammern ebenso wie Teichhühner. Star des Tages ist aber ein Eisvogel. Er fliegt in einen großen Baum, gut zu sehen ist er dort nicht, aber wir beobachten zwei Anflüge über das Wasser.


7. September 2019:  Heute schauen wir in der Leinemasch, welche Vögel unterwegs sind. Allzu groß sind unsere Erwartungen nicht, denn in diesem Jahr ist die Leinemasch wieder sehr trocken und damit kein optimaler Anziehungspunkt für Limikolen und Wasservögel, ausserdem ist das Wetter heute nicht gut.

Wir sehen einige Greifvögel, also Fisch- und Seeadler, Rotmilan, Turmfalken und Mäusebussarde, dazu einige Grau- und Silberreiher. Wir hören Grünspechte und sehen Buntspechte, besonders freuen wir über den Eisvogel, der direkt vor uns in Ufernähe über den Fischteich fliegt.

Eine späte Rauchschwalbe wird noch gefüttert. Die beiden werden sich beeilen müssen, bald geht es schon auf die Reise nach Süden.


25. August 2019:  Hochsommer an der Nordseeküste. Wir starten in Butjadingen mit dem einen oder anderen Blick über den Deich. Hauptziel ist die Vogelinsel Mellum, die wenige Tage im Jahr im Rahmen einer geführten Tour betreten werden kann. (Bilder hier).

Hier zunächst ein paar Bilder von der Nordseeküste bei Langlütjen. Es war am Wochenende sehr warm, so dass sehr viele Bilder wegen der flimmernden Luft unscharf sind. Der Tag begann mit den wunderbaren Bartmeisen, die im Schilf umherstreiften. So schnell wie sie auftauchten waren sie leider auch wieder verschwunden. Aber wir haben es genossen. Der Ruf des Großen Brachvogels begleitete uns die ganze Zeit, während die Löffler lautlos über uns hinwegzogen.

Am Langwarder Groden war Ebbe, das ließ sich bei der Anreise aus Hannover nicht anders organisieren. Dort haben wir einige Limikolen gesehen, z.B. Knutt und Flussuferläufer. Sehr sehr gefreut haben wir uns über ca. 300 Goldregenpfeifer.


14. August 2019:  Heute ist noch mal ein sonniger heller Abend. Ich bin in der Wülfeler Leinemasch unterwegs, besondere Vögel sehe ich dort an diesem Abend leider nicht. Aber es ist schön, die ruhige Stimmung zu genießen und die Spiegelungen am Wollwaschteich muss ich unbedingt festhalten.

Die Dorngrasmücke im Schilf zu fotografieren ist nicht einfach gewesen, sie hat sich nur für Bruchteile von Sekunden gezeigt.

Zwei der Weißstörche sind noch da, das Foto ist voraussichtlich das letzte dieses Jahres.


4. August 2019:  Wir machen einen Ausflug zu den Bienenfressern. Die wunderschönen Vögel sind sehr präsent, sie rufen viel und zeigen ihre Flugkünste. Allerdings sind sie so schnell, dass mir nicht viele Fotos gelingen. Ähnlich geht es mir mit ihren Nachbarn, den Uferschwalben.

Über den überraschend eingeflogenen Wespenbussard haben wir uns sehr gefreut. Offenbar ist ein Ort, wo Bienenfresser leben, auch für ihn interessant. Die beiden Flugbilder sind nicht perfekt, aber ich lasse sie drin, zeigen sie doch seine charakteristische Gefiederfärbung.


3. August 2019, Grasdorfer Leinemasch: Es ist an sich gutes Wetter angesagt, tatsächlich ist es wechselhaft und zwischendurch gibt es kräftige Regenschauer, die mit einem wunderbaren Regenbogen beendet werden. Vögel sind nicht viele da, abgesehen von einem großen Trupp Graugänsen, etlichen Ringeltauben und einigen Neutötern sowie einigen Feldsperlingen.


29. Juli 2019, Klärteiche Lehrte: Wir hoffen auf ein Tüpfelsumpfhuhn und finden stattdessen viele Limikolen, Foto-Star des Abends, wir sind nach Feierabend unterwegs, ist ein Schilfrohrsänger. Damit hatte ich nicht gerechnet, ich war auf Teichhohrsänger eingestellt, und Rohrammern. Es ist schon etwas dämmrig als die Greife ( wir meinen es wären zwei junge Rohrweihen und je ein Baumfalke und ein Habicht) auftauchen und die Limikolen (>12 Kiebitze, 4 Bruchwasserläufer, 1 Kampfläufer, 3 Waldwasserläufer, 3 Flussuferläufer) munter werden. Stare streifen in kleinen kompakten Wolken auf der Suche nach einem Schlafplatz durch das Gebiet.

Zwei junge Rothalstaucher entdecken wir und auf einem anderen Teich vier Zwergtaucher, dazu natürlich einige Enten, die Höckerschwäne, Graureiher sowie einige unbestimmt gebliebene Singvögel, und nicht zu vergessen die vielen Bläss- und Teichhühner, die wir natürlich auf der Suche nach dem Tüpfelsumpfhuhn genauer angesehen haben.


27. Juli 2019, Koldinger Teichgebiet und Bilm: Dieser Tag wird einer dieser unvergesslichen Beobachtungstage. Wegen des immer noch warmen Wetters (die Temperaturen übersteigen die 3o Grad Marke) treffen wir uns früh morgens, um in das Gebiet der Koldinger Teich zu fahren. Und am späteren Abend drehen wir noch eine Runde an der Kiesgrube bei Bilm. Wir sehen und hören bei wunderschönem Wetter die verschiedensten Vögel, beispielsweise in einem Sonnenblumenfeld Neuntöter und Stieglitze.

Als wir den leisen Ruf des Gimpel hören, erwarten wir nicht, dass wir einen bettelnden Jungvogel entdecken werden. Junge Gimpel sieht man auch nicht alle Tage. Er sieht auch aus hätte der noch nicht so viele Menschen gesehen. Und wir freuen uns, das er zumindest für ein Foto ruhig sitzen bleibt.

Die kleinen Strände des großen Koldinger Sees bieten ideale Rastplätze für Limikolen, heute entdecken wir einen Waldwasserläufer. Zusammen mit einem Eisvogel, einer Singdrossel, einer Bachstelze und dem Graureiher sind die Vögel wie auf einem Suchbild versteckt. Auch, wenn man die Vögel kaum erkennen kann, mindestens demjenigen, der hin und wieder ein Spektiv verwendet, gibt es einen Eindruck der Sichtungen des Tages.


Bilm: Zu unserer Überraschung entdecken wir viele Turmfalken. Zuerst vermuten wir eine Falkenfamilie, beispielsweise hat die Falkenfamilie am Zementwerk in Anderten vier Junge. Aber es sind nicht sechs Falken, sondern wir zählen mindestens 9 Falken gleichzeitig, dabei haben wir das Gefühl, dass es noch mehr sind. Falken überall, wir genießen es. Dazu Schwarzkehlchen, auch hier sind wir nicht sicher, wie viele es sind.

Zum Abschluss des Tages werden wir noch Zeugen, des Angriffs eines Hermelins auf eine Teichhuhnfamilie. Das kleine Raubtier startet mehrere Angriffe und die Teichhühner sind aufs Äußerste besorgt, sie wollen ihre Küken schützen, müssen aber auch auf sich aufpassen, denn das Hermelin ist zwar kleiner als  sie, ist aber auch für ein erwachsenes Teichhuhn gefährlich.


Schmetterlinge und Falter, vielleicht auch Motten. Ich kenne nicht alle Namen, aber ich füge die Bilder schon einmal hier hinein, weil die Falter so schön sind. Admiral, Diestelfalter und Bläulinge sind klar, dazu ein Zitronenfalter und zwei weitere braune Falter, deren Namen ich nicht kenne.

Inzwischen habe ich Unterstützung bekommen, danke dafür. Es handelt sich bei dem Falter oben links um einen Wellenspanner. Der Wellenspanner Hydria undulata lebt in lichten, feuchten Mischwäldern mit Heidelbeerbewuchs, an buschreichen Waldrändern oder in unberührtem Auwald mit Hochmooren.  Helle Querbänder in gewellter Form ergeben ein unverwechselbares Muster.
Auch der Falter in der zweiten reihe rechts ist ein Spanner: Der Hellgraue Eckflügelspanner (Macaria notata), auch Birken-Eckflügelspanner genannt, ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Spanner.


25. Juli 2019, Hannover: Aktuell haben wir die heissesten Tage des Jahres. 38 Grad wird es im Laufe des Tages, morgens um 7:00 Uhr ist es noch bzw. schon 25 Grad. Als ich aus dem Fenster schaue, entdecke ich ein paar Stieglitze.


20. Juli 2019, Grasdorfer Leinemasch: Ein schöner ruhiger Sommertagsmorgen, es ist warm und mit dem leichtem Windhauch, der sich auch als perfekter Aufwind für die Greife darstellen wird, sehr angenehm. Die Beobachtungen dieses Morgens sind einmal wieder wunderbar.

Es beginnt mit dem Ruf eines Gartenbaumläufers. Diesmal hat der Vogel sich einen sehr dicken Baum ausgesucht, und er verschwindet nicht wie sonst so oft in spiralförmigen Kreisen erst hinter dem Baum und dann in der Baumkrone, sondern lässt sich gut beobachten, so schön sieht man die quirligen Vögel selten.


Schon das ganze Jahr über achte ich auf die Tauben und freue mich sehr über eine Türkentaube. Diese sitzt kooperativ vor uns im Kies.

Auch die Neuntöterfamilie sitzt sehr fotogen auf den Sensenvögeln und lässt sich fotografieren.

Wir hatten natürlich Wünsche und Vorstellungen, was wir heute Morgen in der Leinemasch sehen würden. Aber wie immer machen die Vögel das Programm. Wir sehen mehrere Trupps von Milanen, die in der Thermik gleiten. Wir entdecken mindestens 20 Milane, die meisten sind Rotmilane, aber es sind auch mindestens 5 Schwarzmilane dabei. Immer mal wieder mischt sich ein Bussard unter die dahergleitenden Greife. Auch 6 Kolkraben reihen sich ein und einige sehr hoch durchziehende Weißstörche runden das Bild ab. Wohin man auch blickt, überall am Himmel kreisen Vögel. Da ich so selten Schwarzmilane sehe, habe ich mich beim Fotografieren auf diese konzentriert.


Frühere Bilder und Berichte findet man hier.