Spechtwald

Der Tiergarten

Eine der ornithologischen Besonderheiten von Hannover ist die Vielfalt an Spechten.

Im Tiergarten ist es keine große Besonderheit, bei einem Spaziergang drei Spechtarten zu beobachten. Meistens sieht man Mittel- oder Buntspechte und hört den Grünspecht. Mit etwas Geduld oder Glück ist der Schwarzspecht zu hören oder zu sehen, und wenn es wirklich gut läuft, auch der Kleinspecht. Eine Sichtung des Kleinspechts ist mir allerdings im Tiergarten bislang erst einmal vergönnt gewesen.

Auch Grauspechte gibt es in Hannover, ich habe seine Rufe bereits mehrfach gehört, aber auf ein Foto muss ich noch warten.

Die beiden Bilder zeigen Bäume im Tiergarten. Der Bestand an vielen alten Bäume bietet einen idealen Lebensraum für Spechte.


Buntspecht (Dendrocopus major)

Der männliche Buntspecht zeigte sich nah und fotogen in der Leineaue.

Die beiden folgenden Bilder sind zwar nicht aus Hannover, aber mir hat es so gut gefallen, dass die Spechthöhle wunderschön von der untergehenden Sonne angestrahlt wird.


Mittelspecht (Dendrocopus medius)

Dieser Mittelspecht hatte sein Junges im Tiergarten gegenüber vom Wildschweingehege aufgezogen.

In Hannover sind vergleichsweise viele Mittelspechte unterwegs.


Kleinspecht (Dendrocopus minor)

Der rechte Kleinspecht ist im Tiergarten aktiv, der linke Kleinspecht ist allerdings nicht in Hannover aufgenommen, sondern bei den Ahlhorner Teichen.


Grünspecht (Picus viridis)

Ein Grünspecht-Pärchen gemeinsam auf Nahrungssuche im Gras. Sie haben einen Fussgänger entdeckt und prüfen, ob sie reagieren müssen. Ich bin offenbar in tolerierter Entfernung und störe nicht. Beim Männchen ist die rote Wangenstreifmitte gut zu sehen.


Schwarzspecht (Dryocopus martius)

Dieser Schwarzspecht ist im Tiergarten auf Nahrungssuche, so heftig wie er auf den Ast einhackt, habe ich das Gefühl, ich wäre in einer Schreinerwerkstatt.


Die Nadel im Heuhaufen

Nachfolgend ein Beispiel, wie der Schwarzspecht im den Baumkronen des Tiergartens zu beobachten ist. Beginnend mit dem Specht wird der Bildausschnitt nach und nach vergrößert. Ohne Fernglas und einen geübten Blick würde man den Specht nicht entdecken, es sei denn, er macht sich durch Klopfen oder Rufen bemerkbar. Aber wie man an den Fotos sieht, ist es auch dann nicht ganz einfach, ihn tatsächlich zu finden.


Schwarzspecht am Waldboden

Anfang Juni 2017, wiederum im Tiergarten in Hannover: Den Grünspecht haben wir gehört, den Mittelspecht gesehen und Bunt- und Schwarzspecht sogar fotografieren können. Die Mittel- und Buntspechte kommen und gehen, sie fliegen in die Baumkronen und sind meist so schnell wieder verschwunden wie sie aufgetaucht sind. Der Schwarzspecht hingegen hält sich in einem Bereich, in etwa 100-200 Meter Entfernung auf, und zwar im bodennahen Bereich. Er, oder besser sie, denn es ist ein weiblicher Schwarzspecht, sucht dort offenbar nach Nahrung.